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Wenn ein Zeckenstich alle Energie raubt

 


Bildrechte: FRAGILE Suisse

09.06.2026, Die Zahl der Zeckenstiche in der Schweiz ist in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen. 2025 wurden der Suva 18'000 Zeckenstiche gemeldet – so viele wie seit 2020 nicht mehr. Durch Zecken übertragene Krankheiten können das Gehirn angreifen und zu erheblichen und bleibenden Schäden führen. FRAGILE Suisse macht deshalb über die Sommermonate mit einer Präventionskampagne auf die Gefahren aufmerksam, die von einem Zeckenstich ausgehen können.

Zecken sind in der Schweiz immer stärker verbreitet und aufgrund der steigenden Temperaturen zunehmend ganzjährig aktiv. Diese Entwicklungen zeigen sich auch in höheren Fallzahlen bei Zeckenstichen, die nicht unterschätzt werden dürfen: Zecken können Borreliose oder Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Mögliche Folgen dieser Erkrankungen sind Entzündungen der Hirnhaut, der Hirnnerven oder des Gehirns. Bei schweren Verläufen können bleibende Schäden am Gehirn entstehen. Gemäss Hochrechnungen des BAG kommt es in der Schweiz zu rund 10'000 Borreliose- und zwischen 100 bis 400 FSME-Neuerkrankungen pro Jahr.

Wie sehr ein einziger Zeckenstich das Leben auf den Kopf stellen kann, zeigt die Geschichte von Katrin F. eindrücklich. Vor zwei Jahren erkrankte sie an einer Hirnhaut- und Hirnentzündung aufgrund eines Zeckenstichs; gegen FSME war sie nicht geimpft. Die Krankheit hat wichtige Funktionen ihres Gehirns beeinträchtigt – zu ihrem vorherigen Job in der Bildung zurückzukehren erwies sich als unmöglich. Sie benötigt nun vier Stunden Ruhepausen täglich, verteilt über den Tag, und einen fest geregelten Alltag. Sie erklärt:

«Gemäss der sogenannten Löffeltheorie von Christine Miserandino haben gesunde Menschen 40 Energielöffel pro Tag zur Verfügung. Ich habe zwölf.»

Neben der Unsichtbarkeit ihrer Beeinträchtigung ist auch die Ungewissheit eine grosse Herausforderung für sie: Niemand kann vorhersagen, ob sich ihr Zustand verbessern wird oder ob sie jemals wieder arbeiten kann.

Prävention ist wichtig

Mit der Präventionskampagne «Klein, aber gefährlich: Zecken können das Gehirn angreifen» will FRAGILE Suisse die Öffentlichkeit auf die möglichen Folgen von Zeckenstichen hinweisen, um schwere Krankheitsverläufe und Schicksale wie jenes von Katrin F. möglichst zu verhindern. Die Patientenorganisation empfiehlt unter anderem folgende Massnahmen:

  • lange Kleidung im Freien tragen

  • Zeckenschutzmittel verwenden

  • den Körper nach Aufenthalten in der Natur absuchen

  • Zecken rasch entfernen

  • sich gegen FSME impfen lassen

Weitere Informationen unter www.fragile.ch/zecken.

Mehr Informationen zur Kampagne «Schütze dein Hirn – Schütze dein Leben!»: www.fragile.ch/schuetzedeinhirn/

Medienkontakt
Viviane Kauflin-Lyoth
Leiterin Kommunikation, Marketing und Fundraising
FRAGILE Suisse
Badenerstrasse 696
8048 Zürich
E-Mail: kauflin@fragile.ch
Telefon: 044 360 30 69

Auf Anfrage stehen Ihnen verschiedene Fachpersonen sowie Betroffene für Interviews zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.



Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber. Bildrechte: FRAGILE Suisse


Über FRAGILE Suisse:
FRAGILE Suisse ist die schweizerische Behinderten- und Patientenorganisation für Menschen mit Hirnverletzung und Angehörige.

Die Organisation bietet für Betroffene und Angehörige Dienstleistungen mit dem Ziel, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und ihre Inklusion in die Gesellschaft zu fördern. Zudem berät und schult sie Fachpersonen zum Thema Hirnverletzung, ihren Folgen und dem Umgang mit Betroffenen. Diese Dienstleistungen werden durch ein Kursprogramm abgerundet.

FRAGILE Suisse informiert und sensibilisiert die Öffentlichkeit zum Thema Hirnverletzung und fördert die Prävention.

Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


Quellen:
  HELP.ch

Weitere Informationen und Links:



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