Verkauf Spitalareal Heiden: Regierungsrat startet öffentliche Ausschreibung

 



27.01.2026, Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden schreibt das Spitalareal Heiden öffentlich aus. Wichtigste Verkaufsbedingung ist, dass die bestehenden Mietverhältnisse langfristig weitergeführt werden. Die Gemeinden des Appenzellerlandes über dem Bodensee (AüB) nehmen diesen Entscheid zur Kenntnis. Beide Seiten stehen für weitere Gespräche zur Verfügung.

Die Verhandlungen zwischen dem Regierungsrat und dem Verein Appenzellerland über dem Bodensee (AüB) für die Übernahme des Spitalareals Heiden konnten bisher nicht zu einem erfolgreichen Abschluss geführt werden. Die Preisvorstellungen der Parteien liegen zu weit auseinander, um auf Anhieb eine einvernehmliche Lösung zu erzielen. Über die finanziellen Details wurde zwischen den Verhandlungspartnern Stillschweigen vereinbart.

Der Regierungsrat hat entschieden, das Objekt öffentlich auszuschreiben. Eine zentrale Bedingung ist, dass die bestehenden langjährigen Mietverhältnisse mit dem Medizinischen Ambulatorium in Heiden (MAiH) und dem regionalen Betreuungszentrum Heiden (BZH) langfristig weitergeführt werden. Damit soll die Kontinuität für die bisherigen Mieterinnen und Mieter gewährleistet bleiben.

Erfolgreiche Entwicklung

Für den Kanton und die Gemeinden des Appenzellerlandes über dem Bodensee ist zentral, dass die ambulante medizinische Versorgung der Region sichergestellt und für die Bevölkerung der Region gut erreichbar ist. Mit dem MAiH ist auf privater Basis in kurzer Zeit ein Basisangebot im ehemaligen Spitalgebäude entstanden, das die Bedürfnisse der Bevölkerung weitgehend abdeckt. Auch das BZH nutzt Teile des ehemaligen Spitalgebäudes und sieht einen weiteren Ausbau vor. Diese positiven Entwicklungen werden von allen Seiten ausdrücklich begrüsst.

Vor diesem Hintergrund haben die Gemeinden des AüB ein solides Geschäftsmodell für das Spitalgebäude entwickelt und ein fundiertes Kaufangebot eingereicht. Konkret wird die Gründung eines selbsttragenden Zweckverbands vorgesehen, welcher die Infrastruktur für die regionale Gesundheitsversorgung und Stärkung der Alterspflege zur Verfügung stellt.

Die übrigen Gebäude des Spitalareals sind in diesem Geschäftsmodell nicht eingeschlossen. Die Gemeinden des AüB können sich auch vorstellen, dass die Infrastruktur für die ambulante medizinische Versorgung und die Alterspflege durch Dritte bereitgestellt wird. Die Entscheidung über die Zukunft des Spitalareals liegt beim Kanton als Eigentümer.

Weiteres Vorgehen

Das gemeinsame Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die im öffentlichen Interesse des Kantons und der Gemeinden ist. Nach Eingang und Prüfung der eingereichten Kaufangebote wird der Regierungsrat das weitere Vorgehen festlegen. Anschliessend werden der Kanton und die Gemeinden, basierend auf den vorliegenden Angeboten, die Verhandlungen fortsetzen.

Infobox: AüB

Der Verein Appenzellerland über dem Bodensee umfasst die Gemeinden Grub, Heiden, Lutzenberg, Rehetobel, Reute, Wald, Walzenhausen, Wolfhalden sowie den Bezirk Oberegg. Zudem sind zahlreiche Unternehmen und Einzelpersonen Mitglieder des Vereins, der sich der Standortförderung verschrieben hat.

Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.


Über Kanton Appenzell Innerrhoden:
Die ersten menschlichen Funde im Appenzellerland gehen auf die wärmere Zwischeneiszeit, d. h. auf die Jahre 40'000 bis 30'000 v. Chr. zurück. Bei Grabungen in dem in der Südostwand des Ebenalpstocks gelegenen Wildkirchli wurden nicht nur Bärenknochen gefunden, sondern auch bearbeitete Steine aus dem Weissbach-Schwende-Tal, welche Menschen zu jener Stelle hinaufgetragen haben müssen.

Die ältesten menschlichen Werkzeugfunde gehen auf die Bronzezeit zurück. Im Gebiet von Appenzell sind dies zwei Bronzebeile, die in den Forren zwischen Appenzell und Weissbad gefunden wurden und in die Zeit von etwa 1200 bis 1100 v. Chr. zu datieren sind. Da auch das St. Galler Rheintal bronzezeitliche Funde aufweist ist es möglich, dass diese Beile aus dem Rheintal kommen.

Gleichwohl lässt sich aus den zufälligen und spärlichen Funden nicht auf eine urzeitliche Siedlung im Appenzellerland schliessen. Vielmehr ist anzunehmen, dass Appenzell von den Wanderungen der Urzeit kaum berührt wurde. Es handelte sich somit um ein eigentliches Niemandsland zwischen den keltischen und rätisch- illyrischen Völkern.

Auch die Erschliessung des schweizerischen Mittellandes durch die Römer erfasste das Appenzellerland kaum, denn die wichtigsten Römerstrassen umgingen den Alpstein. Hingegen dürften in spätrömischer Zeit verschiedene Alpen von zu den Rätiern gehörenden Rheintalern bestossen worden sein.

Träumen Sie von spiegelblanken Seen und schwindelerregenden Felsen, von schmucken Dörfern und freundlichen Menschen? "Sönd herzlich willkomm" im Appenzellerland. Das Wander-Eldorado Appenzellerland beginnt in der sanften Hügellandschaft beim Bodensee und führt über grüne Wiesen bis zum voralpigen Säntisgebirge. Auch Wellness und Gesundheit sind bei uns keine Modewörter.

Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


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