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Der Job Index zeigt eine leichte Stabilisierung des Schweizer Arbeitsmarktes

 


Bildrechte: Adecco Group AG

29.01.2026, Im vierten Quartal 2025 nimmt die Zahl der offenen Stellen gegenüber dem Vorquartal nur leicht zu (+1.8%). Im Jahresvergleich ist der Rückgang in den meisten Grossregionen zu beobachten, wobei Zürich und Nordwestschweiz die stärksten Stellenrückgänge aufweisen. Dies zeigt der Adecco Group Swiss Job Market Index, die wissenschaftlich fundierte Studie der Adecco Gruppe Schweiz und des Stellenmarkt-Monitors Schweiz der Universität Zürich.

Der Adecco Group Swiss Job Market Index verzeichnet gegenüber dem Vorquartal (Q3 2025) einen leichten Anstieg der offenen Stellen um 1.8 Prozent sowie ein moderates Plus von 2.4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q4 2024). Dies spricht bestenfalls für eine leichte Stabilisierung des Arbeitsmarktes in wirtschaftlich unsicheren Zeiten, wie auch der moderate Anstieg des KOF- Beschäftigungsindikators der ETH Zürich andeutet. Das bedeutet, dass mehr Firmen einen Stellenaufbau als einen Abbau planen. Insgesamt bleiben die Beschäftigungsaussichten jedoch verhalten.

Marcel Keller, Country President der Adecco Gruppe Schweiz, ordnet ein: «Der aktuelle Job Index zeigt, dass das Wachstum der Schweizer Wirtschaft trotz einer leichten konjunkturellen Stabilisierung Ende 2025 unterdurchschnittlich bleibt. Der private Konsum wirkt weiterhin stützend, begünstigt durch steigende Reallöhne und eine sehr tiefe Inflation, während sich Industrie, Exporte und Investitionen im angespannten internationalen Umfeld weiterhin schwach entwickeln. Entsprechend angespannt präsentiert sich die Lage am Arbeitsmarkt: Beschäftigung und Erwerbstätigkeit stagnieren und die Arbeitslosigkeit nimmt zu. Vorlaufindikatoren wie der Job Index deuten zwar auf eine gewisse Stabilisierung, bislang jedoch auf keine Trendwende hin.»

Entwicklung nach Berufsgruppen auf nationaler Ebene im Jahresvergleich

Insgesamt verzeichnet die Schweiz ein Minus von 4 Prozent der offenen Stellen gegenüber dem Vorjahr (Q1-Q4 2025 gegenüber Q1-Q4 2024). Die stärksten Zunahmen auf nationaler Ebene verzeichnen die Hochschulberufe Gesundheit (+10%; z. B. Ärzt:innen und Pflegefachkräfte), gefolgt von den Führungskräften (+6%) und den Fachkräften persönliche Dienstleistungen (+4%; z. B. Fachkräfte Geburtshilfe, Gesundheit und Pflege oder Schutzkräfte und Sicherheitsbedienstete). Die deutlichsten Rückgänge zeigen sich bei den Fachkräften KV, Verwaltung und Handel (-20%; z. B. Verkaufsfachkräfte, Fachkräfte im Rechnungswesen), den Hochschulberufen Informatik (-18%; Entwickler:innen und Analytiker:innen von Software und Anwendungen oder Datenbankentwickler:innen und -administratoren) sowie den Hochschulberufen Wirtschaft (-10%; z. B. Finanzanalyst:innen, Fachkräfte in Marketing und Werbung).

Regionen im Fokus: Im Jahresvergleich sind in nahezu allen Grossregionen rückläufige Stellenzahlen zu beobachten

Im Jahresvergleich weisen nahezu alle Grossregionen rückläufige Stellenzahlen auf. Einzig die Zentralschweiz verzeichnet mit +1% einen leichten Anstieg. Moderate Rückgänge zeigen sich in der Südwestschweiz (-1%), der Ostschweiz (-2%) und im Espace Mittelland (-3%). Deutlich stärker fallen die Rückgänge in den wirtschaftlich bedeutenden Zentren Zürich (-8%) und Nordwestschweiz (-10%) aus.

  • Zentralschweiz (+1%): Besonders stark wachsen die Hochschulberufe Informatik (+35%), Soziales (+28%; z. B. Lehrkräfte, Jurist:innen) und Naturwissenschaften (+21%; z. B. Chemiker:innen, Biowissenschaftler:innen, Maschinenbauingenieur:innen, Bauingenieur:innen). Hingegen verzeichnen die Fachkräfte Montage und Hilfskräfte (-27%; z. B. Bediener:innen von Anlagen und Maschinen, Busfahrer:innen und Strassenbahnführer:innen) den stärksten Rückgang bei den offenen Stellen, gefolgt von den Fachkräften KV, Verwaltung und Handel (-24%) sowie den Fachkräften Bau und Ausbau (-20%; Zimmerleute, Dachdecker:innen oder Elektriker:innen und Elektroniker:innen).

  • Südwestschweiz (-1%): Es zeigt sich ein deutlicher Anstieg der Stellenausschreibungen bei den Fachkräften persönliche Dienstleistungen (+33%) sowie in den Hochschulberufen Gesundheit (+13%) und bei den Fachkräften Montage- und Hilfskräften (+13%). Demgegenüber gehen die offenen Stellen vor allem bei KV, Verwaltung und Handel (-21%), Gastronomie und Verkauf (-19%) sowie bei den Hochschulberufen Naturwissenschaften (-17%) deutlich zurück.

  • Ostschweiz (-2%): Vor allem die Hochschulberufe Gesundheit (+34%) sowie Montage- und Hilfskräfte (+25%) und Bau und Ausbau (+23%) legen deutlich zu. Gleichzeitig verzeichnen die Hochschulberufe Naturwissenschaften (-33%), Informatik (-24%) sowie Gastronomie und Verkauf (-22%) starke Rückgänge.

  • Espace Mittelland (-3%): Es zeigt sich ein deutlicher Anstieg bei den Fachkräften Büro (+20 %), den Hochschulberufen Gesundheit (+19%) und bei den Führungskräften (+16%). Gleichzeitig verzeichnen die Hochschulberufe Informatik (-40%), die Fachkräfte KV, Verwaltung und Handel (-29%) sowie Montage- und Hilfskräfte (-22%) starke Rückgänge.

  • Zürich (-8%): Zunahmen zeigen sich vor allem bei den Führungskräften (+20%) sowie bei den Fachkräften Handwerk und Industrie (+14%; z. B. Polymechaniker:innen, Uhrmacher:innen, Sprengmeister:innen und Sprengbeauftragte) und im Bau und Ausbau (+10 %). Demgegenüber verzeichnen die Fachkräfte KV, Verwaltung und Handel (-27%), die Hochschulberufe Wirtschaft (-22%) sowie die Hochschulberufe Soziales und Fachkräfte Montage- und Hilfskräfte (je -16%) deutliche Rückgänge.

  • Nordwestschweiz (-10%): Zunahmen beschränken sich auf Fachkräfte Montage- und Hilfskräfte (+7%) sowie die Hochschulberufe Gesundheit (+2%). Demgegenüber fallen die Rückgänge bei Fachkräften KV, Verwaltung und Handel (-36%), den Hochschulberufen Soziales (-31%) und Informatik (-23%) besonders deutlich aus.

Der Schweizer Stellenmarkt bleibt Ende 2025 insgesamt unter Druck. Die Entwicklung deutet auf einen selektiveren Arbeitsmarkt hin, geprägt von strukturellem Wandel, demografischen Effekten und einer anhaltend verhaltenen konjunkturellen Dynamik.

Medienkontakt
Medienstelle der Adecco Group Switzerland
Tel. +41 79 560 48 32, press.office@adeccogroup.ch
Stellenmarkt- Monitor Schweiz, Universität Zürich
Johanna Bolli-Kemper, Tel. +41 44 635 23 02, bolli- kemper@soziologie.uzh.ch

Über den Adecco Group Swiss Job Market Index (Job Index)
In Zusammenarbeit mit dem Stellenmarkt-Monitor Schweiz (SMM) am Soziologischen Institut der Universität Zürich veröffentlicht die Adecco Group Switzerland jeweils im Januar, April, Juli und Oktober den Adecco Group Swiss Job Market Index (Job Index). Mit dem Job Index steht für die Schweiz eine wissenschaftlich fundierte und umfassende Messgrösse für die Entwicklung des Stellenangebots in Online-Stellenportalen und Websites von Unternehmen zur Verfügung. Er beruht auf repräsentativen Quartalserhebungen der Stellenangebote in der Presse, auf Online- Stellenportalen sowie auf Websites von Unternehmen.

Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber. Bildrechte: Adecco Group AG


Über Adecco Group AG:
Wir unterstützen Unternehmen auf der ganzen Welt, ihre Talente zu optimieren, ihre Belegschaft zu transformieren und die Beschäftigungsfähigkeit ihrer Mitarbeitenden zu fördern. Dadurch tragen wir zur Gestaltung einer Zukunft bei, die für alle funktioniert.

32.000 Vollzeitbeschäftigte 60 Länder weltweit 3 Millionen Karrieren pro Jahr

Die Adecco Group zählt zu den weltweit führenden Beratungs- und Lösungsunternehmen für Talente. Wir werden von dem starken Ziel angetrieben, eine Zukunft zu gestalten, die für alle funktioniert. Unsere Dienstleistungen helfen Menschen dabei, ihr Potenzial freizusetzen und zu übertreffen, ihre Beschäftigungsfähigkeit zu fördern und ihnen Karrierechancen zu bieten. Unsere Lösungen ermöglichen es unseren Kunden, ihre Talentanforderungen und Unternehmensmodelle zu optimieren, um ihre Ziele zu erreichen. Gleichzeitig zielen unsere Fürsprache und unsere starke Verpflichtung für verantwortungsvolles Handeln darauf ab, eine bessere Arbeitswelt für alle zu schaffen.

Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


Quellen:
  HELP.ch

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