Fasnacht ist Hundestress |
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Bildrechte: VIER PFOTEN | Clemens Schneider
Fotograf: VIER PFOTEN | Clemens Schneider
06.02.2026, Zürich – Bunte Umzüge, laute Guggenmusik und dicht gedrängte Menschenmengen prägen die Fasnacht. Das stellt für Fasnachtsfans eine unbeschwerte und vergnügliche Zeit dar, ist jedoch massiver Stress für Tiere. Nach wie vor werden immer wieder Hunde zu Fasnachtsumzügen mitgenommen. Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN weist darauf hin, dass Hunde grundsätzlich nicht an solche Veranstaltungen gehören.
Hunde verfügen über ein weitaus empfindlicheres Gehör als Menschen und nehmen durch laute Musik und Instrumente eine enorme Geräuschkulisse wahr, die für sie Stress bedeutet. Schon im Rahmen vergangener Fasnachtszeiten hat VIER PFOTEN betont, dass laut dem Standardwerk Canine and Feline Behavioural Medicine laute Geräusche zu den häufigsten Auslösern von Stress bei Hunden gehören. In der dichten Menschenmenge fehlen den Vierbeinern zudem oft Flucht- und Rückzugsräume, was die Belastung weiter verstärkt und zu Verunsicherung führt.
Von Scherben bis Süssigkeiten: versteckte Gefahren für Vierbeiner
Neben der akustischen Überforderung birgt das Fasnachtstreiben auch konkrete physische Risiken für Hunde. In dichtem Gedränge können Tiere leicht versehentlich getreten werden, während Glasscherben am Boden schmerzhafte Verletzungen an den Pfoten verursachen können. Besonders gefährlich sind zudem Bonbons, Bonbonpapier und Konfetti, die von ihnen verschluckt werden können. Gerade Süssigkeiten könne für Hunde giftige Inhaltsstoffe beinhalten, andere – ebenso wie Verpackungen, Bänder oder Plastikfolien – können im Magen-Darm-Trakt stecken bleiben und lebensgefährliche Darmverschlüsse verursachen. Für viele Hunde wirken diese herumliegenden Materialien wie Spielobjekte und werden unbemerkt aufgenommen.
Fremde Menschen, die ungefragt auf Hunde zugehen, um sie zu berühren oder zu streicheln, können einen zusätzlichen Stressfaktor darstellen und zu Verteidigungsreaktionen führen – mit potenziell schlimmen Folgen für Mensch und Tier.
Leidige tierische Verkleidungen
VIER PFOTEN warnt eindringlich davor, Tiere während der Fasnacht zu verkleiden oder gar ihr Fell zu färben. Solche Verkleidungen schränken die Bewegungsfreiheit ein und behindern die natürliche Körpersprache von Bello & Co, über die sie Gefühle und Stimmungen übermitteln. Wenn Ohren, Augen oder Rute durch Kostüme verdeckt sind, verlieren Hunde wichtige Kommunikationsmöglichkeiten – ein zusätzlicher Stressfaktor. Auch Hautreizungen oder allergische Reaktionen durch ungewohnte Materialien sind möglich.
Yasmine Wenk, Kampagnenkoordinatorin Haustiere bei VIER PFOTEN Schweiz empfiehlt: «Die Fasnacht ist für Tiere nicht geeignet – laut, eng und voller Gefahren. Wir raten dringend davon ab, Hunde mitzunehmen, auch nicht am Rand oder am Ende eines Umzugs. Die tierfreundlichste Entscheidung ist, Hunde betreut zu Hause in einer ruhigen, vertrauten Umgebung zu lassen. Verkleidungen oder das Miteinbeziehen der Tiere in Fasnachtsaktivitäten bedeuten zusätzlichen Stress und sollten unbedingt vermieden werden.»
Die Botschaft von VIER PFOTEN lautet deshalb: Hunde gehören während der Fasnacht nicht an Umzüge oder in das närrische Getümmel, sondern in eine vertraute, ruhige Umgebung. Eine solche Entscheidung schützt die Tiere vor unnötigem Stress und minimiert Risiken.
Auch wenn Spaziergänge oder Aktionen vor oder nach den Festlichkeiten locken, sollten Hundebesitzende dabei auf die Bedürfnisse ihrer Tiere achten und diese möglichst lärm- und stressfrei planen. Bei Hunden, die besonders lärmempfindlich sind, empfiehlt sich ein Gespräch mit dem Tierarzt, um geeignete Schutz- und Entspannungsmassnahmen zu finden.
Medienkontakt:
Chantal Häberling
Kommunikation Schweiz
VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz
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Über VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz:
Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Grossbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in elf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. In der Schweiz ist die Tierschutzstiftung ein Kooperationspartner vom Arosa Bärenland, dem ersten Bärenschutzzentrum, welches geretteten Bären aus schlechten Haltungsbedingungen ein artgemässes Zuhause gibt.
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