News Abo

Swiss Staffingindex: Nach Konjunkturabkühlung sinken Umsätze bei Personaldienstleistern

 


Bildrechte: swissstaffing

10.02.2026, Das Jahr 2025 hat die Schweizer Personaldienstleister wirtschaftlich gefordert. Die geleisteten Einsatzstunden der Temporärarbeitenden sanken um 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie der Swiss Staffingindex zeigt. Damit fällt das Temporärgeschäft erstmals drei Jahre in Folge. Das Feststellengeschäft ging ebenfalls zurück. Nach einem bereits schwachen Jahr 2024 fiel der Umsatz 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 23,3 Prozent. Der Rückgang der globalen Konjunktur, die Wirtschaftskrise in Deutschland und die hohe wirtschaftliche Unsicherheit - auch verursacht durch die US-Zollpolitik - sind Ursachen für diese Entwicklung. Wachstumsimpulse kamen dagegen insbesondere aus dem Bau und den haushaltsnahen Dienstleistungen.

Die Schweizer Personaldienstleister sind im Jahr 2025 von einer deutlichen konjunkturellen Abkühlung getroffen worden. Grund dafür war unter anderem die US-Zollpolitik, die über Monate zu einer hohen Verunsicherung in der Exportindustrie führte. Hinzu kam die anhaltende Wirtschaftsschwäche in Deutschland, einem der wichtigsten Absatzmärkte der Schweiz. Diese Schocks führten zu einem allgemeinen Abflauen der Wirtschaftsentwicklung. Aufgrund der schwachen Auftragslage agierten viele Unternehmen sehr vorsichtig bei der Personalplanung, insbesondere in der Industrie. Während die verhaltenen Wachstumsperspektiven das Feststellengeschäft besonders stark trafen, wirkte sich das Ausbleiben kurzfristiger Auftragsspitzen negativ auf das Temporärgeschäft aus. Der anhaltende Mangel an Wohnraum und die Zinssenkungen der Schweizerischen Nationalbank zeigten im Jahr 2025 Wirkung. Das Geschäft im Bausektor blieb stabil und verhinderte einen stärkeren Rückgang - mit der Abschaffung des Eigenmietwerts ein Trend, der sich im nächsten Jahr fortsetzen dürfte.

Personaldienstleister als Spiegel des Schweizer Arbeitsmarkts

Die Temporärbranche nimmt Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt gegenüber anderen Branchen voraus. Wie die Arbeitslosenstatistik des SECO zeigt, ist die Arbeitslosigkeit in Branchen wie Forschung und Entwicklung (+146 Prozent), Informationstechnologie (+96 Prozent) und pharmazeutischer Industrie (+91 Prozent) seit Dezember 2021 am stärksten gestiegen. Christian Biedermann, Managing Director bei der Coopers Group AG, stellt fest: "Die Nachfrage nach IT-Spezialisten für Cloud-Lösungen, Cyber Security und künstliche Intelligenz bleibt hoch." Doch Generalisten haben es schwer: "Der Arbeitskräftemangel in der IT ist vorbei. Unsicherheit und Kostendruck halten Unternehmen besonders von Festanstellungen ab." Der Temporärmarkt zeigt sich differenzierter. Biedermann erläutert: "Die Zurückhaltung der Unternehmen bei neuen Projekten ist geringer und laufende Einsätze werden fortgesetzt. Die Kombination aus IT-Kompetenz und Branchenexpertise in stark regulierten Branchen ist besonders gefragt." Ähnlich sieht es im Pharmasektor aus. Ramon Bodenmiller, Managing Direktor von Bodenmiller Recruitment GmbH, sagt: "Im Pharma-Bereich werden Spezialisten im klinischen Bereich, in der Regulierung oder im Qualitätsmanagement weiterhin intensiv gesucht." Geringere Nachfrage spüre man bei übergreifenden Funktionen wie Marketing, Finance und Sales.

Wachstum im Bau und bei haushaltsnahen Dienstleistungen

Die Arbeitslosigkeit ist gemäss SECO seit Dezember 2021 in mehreren Branchen weiter gesunken, besonders deutlich in den haushaltsnahen Dienstleistungen (-17 Prozent) und im Bau (-12 Prozent). Auch dieser Trend spiegelt sich in der Temporärbranche wider. "Der Bausektor hat sich im vergangenen Jahr gut entwickelt", sagt Balz M. Villiger, Country Manager der Gi Group Schweiz. "Vor allem Schreiner, Elektriker und Bauführer sind gefragt. Diese Berufsgruppen lassen sich nicht durch KI ersetzen. Der Trend zeigt zugleich die Stärke der Schweizer Berufslehre: Ausbildungsberufe und damit das duale Bildungssystem erweisen sich in der aktuellen Arbeitsmarktlage als tragende Säule. Sie liefern genau jene Fachkräfte, die jetzt besonders benötigt werden." Mit Blick auf die kommenden Monate zeigt sich Villiger optimistisch: "Die Kombination aus der Abschaffung des Eigenmietwerts, den jüngsten Zinssenkungen und der anhaltenden Wohnungsknappheit wird die Nachfrage im Bau weiter erhöhen." Gleichzeitig warnt er vor einer zentralen Herausforderung: "Fehlende Fachkräfte könnten für viele Bauunternehmen zum limitierenden Faktor werden."

Mit der Betreuung von Senior:innen zu Hause ist die Temporärbranche auch im Bereich haushaltsnaher Dienstleistungen aktiv. Béatrice Mast, CEO von Dovida Schweiz, beobachtet: "Aufgrund der demografischen Entwicklung besteht bei Senior:innen eine hohe Nachfrage nach Betreuung. Dementsprechend konnte unser Unternehmen entgegen der Marktentwicklung wachsen." Um der steigenden Nachfrage folgen zu können, fördert Dovida Schweiz niederschwellige Ausbildungsangebote für neue Mitarbeitende. Mast erklärt: "Dank Aus- und Weiterbildung können wir auch ältere Stellensuchende - ebenfalls aus der Nichterwerbstätigkeit - rasch bei uns integrieren."

Die Wirtschaftslage in der Schweiz bleibt gemäss Prognosen des KOF und des SECO anspruchsvoll. Die CEOs der swissstaffing Mitgliedsfirmen erwarten für 2026 eine Bodenbildung. Gemäss einer Ad-hoc-Umfrage von gfs-zürich rechnen 79 Prozent in den nächsten sechs Monaten mit einer Seitwärtsbewegung oder einem Anstieg des Geschäfts. Nur 12 Prozent rechnen 2026 mit einem Rückgang. Dr. Marius Osterfeld, Leiter Ökonomie und Politik bei swissstaffing, erinnert: "Die negativen Marktsignale überwiegen aktuell. Gleichzeitig bieten künstliche Intelligenz, das Bevölkerungswachstum und die Demografie neue Marktchancen. Dieses Wachstumspotenzial wird unterschätzt."

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an:

Dr. Marius Osterfeld, Leiter Ökonomie und Politik

Tel: 044 388 95 70 / 079 930 45 25

marius.osterfeld@swissstaffing.ch

Celeste Bella, Leiterin Marketing & Kommunikation

Tel: 044 388 95 65 / 079 388 94 22

celeste.bella@swissstaffing.ch

www.swissstaffing.ch



Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber. Bildrechte: swissstaffing


Über swissstaffing:
swissstaffing ist das Kompetenz- und Servicezentrum der Schweizer Personaldienstleister. Als Arbeitgeberverband vertritt swissstaffing die Anliegen seiner Mitglieder gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. swissstaffing fördert die Interessen der Personaldienstleistungs-Branche und setzt sich aktiv für das Image der Temporärarbeit ein.

swissstaffing setzt sich seit über 50 Jahren für die Temporärbranche der Schweiz ein. 1968 wurde der Schweizerische Verband der Unternehmungen für Temporärarbeit und private Arbeitsvermittlung SVUTA gegründet, um die Interessen der Branche zu vertreten und professionelle Dienstleistungen für die rasch wachsenden Bedürfnisse nach temporären Arbeitskräften und flexiblen Arbeitsmöglichkeiten sicherzustellen.

Der SVUTA fusionierte 1998 mit dem Verband der Personalberater Schweiz VPS und wurde in VPDS umbenannt. Durch die Fusion öffnete sich der Verband auch für Vermittler und HR-Beratungsunternehmen. Seit 2006 heisst der Verband swissstaffing.

Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


Quellen:
  HELP.ch

Weitere Informationen und Links:



Newsletter abonnieren
Auf  diesem Link abonnieren Sie unseren Newsletter und sind stets aktuell informiert.


Eigene News publizieren
Haben Sie eine aktuelle Firmeninformation oder ein Angebot, dass Sie hier publizieren möchten?
Auf  diesem Link erfassen Sie die entsprechenden Informationen.

www.helpnews.ch

Der Onlineverlag HELP Media AG publiziert seit 1996 Konsumenteninformationen für Schweizerinnen und Schweizer. Mit über 150 Suchmaschinen und Informationsportalen gehört HELP Media AG zu den Marktleadern im Schweizer Onlinemarkt.

offene Jobs
Referenzen
  Online-Shop

HELP Media AG in Social Networks
Facebook X (früher Twitter) Instagram LinkedIn YouTube

Ihre Werbeplattform

HELP.CH your e-guide ® ist ein führendes Verzeichnis der Schweiz mit über 18 Mio. erweiterten Wirtschafts- und Firmendaten, 2'500 eigenen Schweizer Webadressen (Domains) und 150 eigenständigen Informationsportalen. Ausserdem betreibt der Onlineverlag HELP Media AG eines der grössten Schweizer Medien-Netzwerke mit über 1 Mio. Webseiten in allen Interessensbereichen.

www.help.ch

Kontakt

  • Email:
    info@help.ch

  • Telefon:
    +41 (0)44 240 36 40
    0800 SEARCH
    0800 732 724

  • Zertifikat:
    Sadp