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Massnahmen gegen Hochwasser am Lauerzersee

 



11.02.2026, Im Frühjahr 2022 informierte der Regierungsrat über ein umfassendes Massnahmenpaket zur Verbesserung des Hochwasserschutzes am Lauerzersee. Ziel ist es, den Schutz für Bevölkerung, Infrastruktur und Landschaft langfristig zu stärken. Seither wurden zahlreiche Arbeiten umgesetzt und in die Wege geleitet.

Breites Massnahmenpaket für nachhaltigen Schutz

Nach dem Wegfall der Seeregulierung beschloss der Regierungsrat 2022 ein Massnahmenpaket, das den gesetzlichen Vorgaben zum Landschaftsschutz entspricht und gleichzeitig den Hochwasserschutz für Gemeinden und Grundeigentümer verbessert. Das Konzept umfasst die Eigenvorsorge der Grundeigentümer, Beratungsangebote, den gezielten Ausbau der Seeweren an kritischen Stellen, langfristige Massnahmen an Kantons- und Nationalstrassen sowie raumplanerische Anpassungen im Siedlungsgebiet.

Beratung und Projektabklärungen laufen

16 von 42 betroffenen Grundeigentümern haben die kantonale Objektschutzberatung in Anspruch genommen. Für ihre Liegenschaften wurden konkrete Schutzmassnahmen inklusive Kostenschätzungen erarbeitet; die Umsetzung liegt in der Verantwortung der Eigentümer. Parallel dazu wurden im Teilprojekt Seeweren Oberlauf verschiedene Optimierungen geprüft, mit denen im Hochwasserfall zusätzlicher Abfluss ermöglicht werden kann. Weitere Teilprojekte befassten sich mit möglichen Massnahmen im Bereich des Acherlikreisels sowie entlang der Kantonsstrasse Lauerz. Diese befinden sich derzeit in der wirtschaftlichen Beurteilung. Ergänzend sind Revitalisierungsprojekte an der Muota und der Steiner Aa vorgesehen. Die Gemeinde Lauerz hat zudem Arbeiten an der Kanalisation und an Schachtabdichtungen abgeschlossen beziehungsweise entsprechende Sanierungen eingeleitet.

Konkrete Arbeiten umgesetzt und im Gang

Zur Verbesserung der Verfügbarkeit der Kantonsstrasse laufen seit Mitte 2024 Arbeiten zur Anhebung der Seestrasse. Im Dezember 2025 wurde durch den Bezirk die Ufervegetation entlang der Seeweren zurückgeschnitten. Diese Woche starten die Unterhaltsarbeiten an der Seeweren, darunter das Ausbaggern im Bereich des Seeausflusses. Diese erfolgt unter Einsatz eines Schwebevorhangs, um die Trübung des Wassers möglichst gering zu halten. Sämtliche ausgeführten Arbeiten sind Bestandteil des Massnahmenpakets zur Verbesserung des Hochwasserschutzes.

Der Schwyzer Umweltdirektor Sandro Patierno zeigt sich überzeugt: «Der Hochwasserschutz am Lauerzersee soll für alle Beteiligten markant verbessert werden. Nun wird die Realisierung schrittweise vorangetrieben. Die laufenden Arbeiten an der Seeweren und an der Kantonsstrasse sind wichtige Bausteine für einen verlässlichen Hochwasserschutz.»

Nächste Schritte im Jahr 2026

Auch 2026 wird das Massnahmenpaket konsequent weitergeführt. Eine Besprechung mit den Werkleitungsbetreibern zur Entfernung von Hindernissen aus dem Abflussquerschnitt der Seeweren hat stattgefunden. Die Umsetzung der entsprechenden Massnahmen liegt bei den Werkeigentümern und soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Innerhalb der Planung des Revitalisierungsprojekts an der Muota – zwischen der Seeweren-Mündung bis zum ehemaligen Kraftwerk Brunnen – wird der Hochwasserschutz im Zusammenfluss optimiert. Dies sollte zu weniger Rückstau in der Seeweren und somit zu einem erhöhten Abfluss führen. Zudem werden gemeinsam mit der Feuerwehr Schwyz organisatorische Abläufe getestet. Im Rahmen einer Übung werden die notwendigen Objektschutzmassnahmen – unter anderem der Einsatz von Beaver-Schläuchen – erprobt, um die Zufahrtswege über den Acherlikreisel für die Blaulichtorganisationen auch im Ereignisfall sicherzustellen.


Medienkontakt:
Christian Bommer
Vorsteher Amt für Gewässer
41 41 819 25 52

Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.


Über Kantonale Verwaltung Schwyz:
Vor Jahrtausenden schon lebten Menschen im Gebiet des späteren Kantons Schwyz. Besonders intensiv war nach neuesten Erkenntnissen die Besiedlung im Raum Freienbach-Hurden. Zahlreiche Funde belegen Dasein und Wirken jener Ur- Schwyzer vor 4 - 5000 Jahren. Aus Stein sind vorerst noch ihre Werkzeuge; bald wird es Bronze sein, die recht vielfältigen Funde im ganzen Kantonsgebiet beweisen es. Seltener sind die Zeugnisse der folgenden Epoche, der Eisenzeit. Die Bevorzugung der Siedlungsräume an Seeufern und günstigen Hanglagen kennzeichnet sodann die Erfassung des Raumes zur römischen Zeit.

Vor rund 1400 Jahren setzten sich die Alamannen fest und prägten mit ihren Wirtschafts- und Lebensformen die alten Siedlungsräume. Das Volk wuchs, das Land musste ausgebaut werden. Das Christentum drang vor, die Kirchenbauten von Tuggen und Schwyz erlauben es, diesen Vorgang ins späte 7. und frühe 8. Jahrhundert festzulegen. Am Zürichsee und in den Talkesseln von Schwyz und Arth werden Schwerpunkte der Siedlung erkennbar.

Der Kanton Schwyz bietet eine reiche Palette bunter Schönheiten. Alles ist vorhanden: die weite Ebene und die steile Kletterwand, Seen, eingebettet in sanfte Hügel oder hochalpine Berge, saftige, bestossene Alpweiden und weite Wälder. Vielfältig ist das sportliche Angebot: nordischer und alpiner Skilauf, Segeln, Vita-Parcours und Finnenbahn, Schwimmen unter Dach, im Frei- oder Strandbad, Kanufahrten, Fischen, Wandern und vieles mehr.

Die Schwyzer Skilifte, Luft-, Sessel- und Zahnradbahnen erklimmen über 15'000 m Höhendifferenz. Mehr als 160 Hotels, Gasthäuser, Touristenheime mit 6'000 Schlafstellen, eine Vielzahl von Ferienwohnungen und Privatzimmern sowie 23 Campingplätze befinden sich im Kanton zwischen 420 und 1'800 m Höhe.

Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


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