Bevölkerungsschutz: Pandemie und Strommangellage sind die grössten Risiken |
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02.03.2026, Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) hat die vierte Auflage seiner nationalen Risikoanalyse «Katastrophen und Notlagen Schweiz» (KNS) abgeschlossen. Als grösste der untersuchten Risiken werden darin die zwei Gefährdungen Pandemie und Strommangellage identifiziert. Der bewaffnete Konflikt bleibt im Fokus mit dem mit Abstand grössten Schadensausmass. Die Erkenntnisse aus KNS 2025 dienen als Grundlage für die Weiterentwicklung des Bevölkerungsschutzes und sind damit wichtiger Bestandteil der umfassenden Sicherheitspolitik der Schweiz. Der Bundesrat wurde an seiner Sitzung vom 25. Februar 2026 über den Schlussbericht informiert.
Die Gefährdung mit dem höchsten Schadensausmass ist der bewaffnete Konflikt. Er führt zu einer hohen Anzahl an Todesopfern, erheblichen wirtschaftlichen Einbussen sowie zu umfangreichen Schäden an Gebäuden und Infrastrukturen. Er stellt die einzige Gefährdung dar, die eine Beeinträchtigung der territorialen Integrität mit sich bringt. Am gravierendsten wirken sich die zu erwartenden Versorgungsunterbrüche bei einer Vielzahl von Gütern und Dienstleistungen aus.
Gestützt auf den Forschungsartikel des Bundesgesetzes über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz (BZG) veröffentlichte das BABS im Frühjahr 2013 erstmals eine umfassende nationale Risikoanalyse mit insgesamt zwölf Gefährdungen im Bereich Katastrophen und Notlagen. Die letzte Analyse stammt aus dem Jahr 2020.
Mit KNS stellt das BABS ein strategisches Instrument bereit, das eine umfassende Sicht auf die aktuelle Risikolandschaft ermöglicht. KNS ordnet diese Risiken systematisch ein, bewertet ihre möglichen Auswirkungen systematisch und schafft damit eine verlässliche Grundlage für Planung, Prävention und Vorsorge auf allen staatlichen Ebenen.
Die wichtigsten Eckdaten zur nationalen Risikoanalyse 2025
An der Erarbeitung, Validierung und Bewertung der Szenarien wirkten unter der Leitung des BABS 265 Fachleute aus verschiedenen Bundesstellen, Kantonen und Gemeinden sowie aus Wirtschaft – insbesondere Betreiber kritischer Infrastrukturen – und Wissenschaft mit. Insgesamt wurden 44 bevölkerungsschutzrelevante Gefährdungen systematisch hinsichtlich ihres möglichen Schadensausmasses sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit untersucht, um das jeweilige Risiko zu bestimmen. Diese reichen von Naturgefahren wie Erdbeben über technische Gefährdungen wie KKW- Unfall bis zu gesellschaftlichen Gefährdungen wie bewaffneter Konflikt. Durch den Einbezug zahlreicher Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen erhalten die Ergebnisse eine breite und solide fachliche Abstützung. Dabei hat auch ein Abgleich mit der sicherheitspolitischen Strategie stattgefunden.
Arbeitsinstrument für Politik, Bund und Kantone
Die nationale Risikoanalyse «Katastrophen und Notlagen Schweiz» wird alle fünf Jahre durch das BABS aktualisiert. Sie stellt eine wichtige Grundlage für die systematische Planung von Massnahmen zur Vorbereitung auf Katastrophen und Notlagen dar. Ein einheitliches Risikoverständnis über Verwaltungs- und Fachbereiche hinweg erleichtert die Koordination zwischen strategischer Planung, operativer Vorbereitung und politischer Entscheidfindung. KNS 2025 unterstützt auch die Partner beispielsweise dabei, Risiken zu priorisieren, Vorsorgemassnahmen gezielt auf die identifizierten Schäden sowie das Schadensausmass auszurichten und Übungen im Verbundsystem zu planen. Kantone und Gemeinden erhalten eine Orientierung für ihre eigenen Gefährdungsanalysen und Massnahmenplanungen, Einsatzorganisationen für Ausbildung und Vorbereitung, und Betreiber kritischer Infrastrukturen für die Stärkung ihrer Resilienz gegenüber diversen Risiken.
Medienkontakt:
Kommunikation BABS
+41 58 467 03 92
media@babs.admin.ch
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
Über Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS:
Es vereint die Fachbereiche für Fragen des Bevölkerungsschutzes und der Koordination mit den anderen Instrumenten der Sicherheitspolitik.
Das BABS unterstützt jene Stellen, die in der Vorbeugung kollektiver Risiken und in der Ereignisbewältigung tätig sind, insbesondere betroffene Bundesstellen, die Kantone und die Partnerorganisationen des Verbundsystems Bevölkerungsschutz.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
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