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Libanon: Eskalation des Konflikts zwingt Familien zur Flucht - Save the Children leistet Hilfe

 



05.03.2026, Die Eskalation des Konflikts im Libanon vertreibt immer mehr Familien, die notgedrungen auf der Strasse und in beschädigten Schulen Zuflucht suchen, so die Kinderrechtsorganisation Save the Children.

  • Über 58'000 Menschen, darunter schätzungsweise 16'000 Kinder, wurden bereits vertrieben

  • Save the Children versorgt betroffene Familien mit dem Nötigsten

  • Kinderrechtsorganisation fordert Schutz der Kinder

«Unser Team hört landesweit von Kindern, die in Autos, auf kalten Trottoirs und in teilweise beschädigten Schulzimmern schlafen, während ihre Eltern am Strassenrand sitzen und weinen, weil sie keine sichere und geeignete Unterkunft für ihre Familie finden», sagt Nora Ingdal, Länderdirektorin von Save the Children im Libanon. «In einigen der Schulen, in denen Familien untergebracht sind, tropft Wasser aus kaputten Rohren und es gibt keine Betten.»

In einer Schule, in der die Kinderrechtsorganisation Hilfe leistet, sind derzeit mehr als 230 Menschen untergebracht, obwohl sie eigentlich nur für 130 Schulkinder gedacht ist – und die Zahl der eintreffenden Vertriebenen steigt rapide an.

Mehr als 58'000 Menschen, darunter schätzungsweise 16'000 Kinder, wurden nach Angaben des Sozialministeriums in den vergangenen Tagen durch israelische Luftangriffe und Zwangsumsiedlungen vertrieben. Während sich der bewaffnete Konflikt in der Region weiter ausbreitet, wurden Berichten zufolge 50 Menschen, darunter sieben Kinder, getötet und 335 weitere verletzt.

«Im Süden stehen Familien auf der Flucht in kilometerlangen Staus. Es herrscht Chaos. Fahrten, die normalerweise eine Stunde dauern, nehmen jetzt mehr als 15 Stunden in Anspruch», fügt Nora Ingdal hinzu. «Die Eltern erzählen unseren Mitarbeitenden, wie besorgt sie sind, weil sie Rauch riechen und Bomben und Drohnen am Himmel sehen. Ich hörte, wie eine Zehnjährige ihre Mutter fragte: ‹Warum greifen sie uns an?› Das ist eine Frage, die sich kein Kind stellen sollte. Viele dieser Kinder wurden schon einmal vertrieben und sind völlig verängstigt. Die Zukunft ist für Millionen Menschen ungewiss. Es muss jetzt alles getan werden, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Alle Konfliktparteien müssen ihren Verpflichtungen aus dem humanitären Völkerrecht nachkommen. Die Kinder müssen zu jeder Zeit geschützt werden.»

Save the Children ist vor Ort im Einsatz und verteilt lebenswichtige Hilfsgüter wie Trinkwasser, Decken, Matratzen, Versorgungsartikel für Kleinkinder und Hygiene-Sets an die vertriebenen Familien.

Zusatzmaterial (Video- und Audioaufzeichnungen von Nora Ingdal auf Englisch) zum Download:

  • https://www.contenthubsavethechildren.org/Package/2O4C 2SWTMW1M

Unter © Save the Children ist das Material honorarfrei auch zur Weitergabe an Dritte nutzbar.

Bei Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an den untenstehenden Kontakt.

Kontakt
Melina Stavrinos
Fachperson Medien und Kommunikation
+41 44 267 74 68
melina.stavrinos@savethechildren.ch



Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.


Über Save the Children:
Save the Children ist die führende unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt und setzt sich seit 1919 gezielt für die Rechte der Kinder ein. Save the Children Schweiz ist Mitglied des weltweiten Save the Children Netzwerks.

In der Schweiz und auf der ganzen Welt sorgen wir dafür, dass Kinder gesund aufwachsen, zur Schule gehen können und geschützt sind. Wir tun alles in unserer Macht Stehende, um ihr Leben und ihre Zukunft positiv zu beeinflussen - auch im Not- und Katastrophenfall.

Save the Children ist politisch, ideologisch, wirtschaftlich und konfessionell unabhängig. Save the Children hat Beraterstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC). Save the Children ist seit 2006 in der Schweiz aktiv und ist Zewo-zertifiziert.

Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


Quellen:
  HELP.ch

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