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Prämienschock bei der Autoversicherung 2026: Jeder Zweite zahlt mehr - doch nur 6 Prozent wechseln

 


Bildrechte: Comparis AG

11.03.2026, Für viele Schweizer Autofahrende ist die Autoversicherung 2026 teurer: 45 Prozent berichten gemäss einer repräsentativen Umfrage von Comparis von einer Prämienerhöhung. Trotzdem reagiert gut die Hälfte nicht. Dabei lohnt sich ein Wechsel häufig: 44 Prozent der Wechselnden sparten mindestens 200 Franken pro Jahr. «Viele akzeptieren höhere Prämien, obwohl ein Vergleich schnell mehrere Hundert Franken bringen kann – bei gleicher oder sogar besser passender Leistung», beobachtet Harry Büsser, Finanzexperte beim Internet-Vergleichsdienst Comparis.

Die Autoversicherungsprämien sind von 2025 auf 2026 deutlich gestiegen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Internet-Vergleichsdienstes Comparis unter 1’026 Autobesitzenden, die eine Autoversicherung abgeschlossen haben. Fast jede zweite versicherte Person zahlt im neuen Jahr mehr. Bei mehr als einem Drittel der Versicherten mit höherer Prämie stieg diese von 2025 auf 2026 um mehr als 100 Franken.

Westschweizer Autobesitzende erhielten öfter deutliche Prämienerhöhungen als Deutschschweizer

Bei den stärkeren Prämienerhöhungen zeigt sich auch ein regionaler Unterschied: Signifikant mehr Autohaltende in der Romandie als in der Deutschschweiz mussten einen Prämiensprung von über 200 Franken hinnehmen.

Die Prämien steigen, obwohl die meisten unfallfrei gefahren sind

«Dabei ist die Prämienerhöhung mehrheitlich nicht auf selbstverschuldete Faktoren zurückzuführen», erklärt Comparis-Finanzexperte Harry Büsser. Das leitet er daraus ab, dass fast jede zweite versicherte Person eine Prämienerhöhung von ihrer Versicherung erhielt, aber gleichzeitig 80 Prozent der Befragten angaben, im vergangenen Jahr keinen Schadensfall gehabt zu haben.

Nur ein Bruchteil hat gewechselt

Trotz des Prämienschocks hat nur ein Bruchteil der Befragten (6 Prozent) den Anbieter gewechselt. Dabei hat sich der Schritt für viele Wechselnde klar gelohnt: Mehr als jede zweite wechselnde Person konnte ihre Prämie um mindestens 200 Franken senken.

Hohe Treue – 30 Prozent sind seit über zehn Jahren bei der gleichen Versicherung

Die Umfrage zeigt eine ausgeprägte Wechselträgheit: 30 Prozent der Befragten sind seit über 10 Jahren beim gleichen Versicherer, 50 Prozent seit mindestens 6 Jahren. Personen mit niedrigerer Bildung bleiben häufiger langjährig gebunden als höher Gebildete.

«Treue ist sympathisch, aber bei Versicherungen selten ein Sparmodell», sagt Büsser. «Wettbewerb funktioniert nur, wenn Konsumentinnen und Konsumenten regelmässig prüfen, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis noch stimmt. Versicherte, die das nicht tun, zahlen wahrscheinlich unnötig viel.»

Ebenfalls wird aus der Befragung ersichtlich, dass zwischen den Versicherten grosse Prämienunterschiede bestehen. Während 8 Prozent der Befragten weniger als 500 Franken pro Jahr bezahlen, zahlen 11 Prozent 1’600 Franken oder mehr. Dazwischen liegt ein breites Mittelfeld.

Wissenslücke: Jeder Dritte kennt sein Kündigungsrecht nicht

Die Befragung bringt auch eine grosse Wissenslücke ans Tageslicht: 30 Prozent der Befragten wissen nicht, dass sie bei einer Prämienerhöhung ausserordentlich kündigen können. «Wer sein Sonderkündigungsrecht nicht kennt, bleibt oft automatisch Kundin oder Kunde», sagt Büsser. «Das verhindert, dass sich der Wettbewerb zwischen den Versicherern voll entfalten kann.»

«Die Wechselbereitschaft ist erstaunlich tief. Dabei zeigen die Zahlen klar: Wer aktiv wird, kann spürbar sparen», so das Fazit von Büsser.

Marken- oder freie Garage für Reparaturen?

Und zuletzt: Obwohl Reparaturen bei der Markengarage (Vertragsgarage) oft teurer sein können als bei einer markenunabhängigen, freien Garage, gehen 44 Prozent der Befragten für Reparaturen in eine Vertragsgarage. Fast gleich viele, nämlich 43 Prozent, gehen in eine freie Garage. «Während der Garantiezeit ist die Markengarage sinnvoll», sagt Büsser. «Danach sind freie Garagen oft günstiger – bei vergleichbarer Qualität.»

Tipps für Versicherte

Prämienerhöhung prüfen:

Wer eine höhere Rechnung erhält, sollte die Anpassung nicht einfach akzeptieren.

Kündigungsrecht kennen:

Bei einer Prämienerhöhung besteht ein ausserordentliches Kündigungsrecht. Wer es nutzt, kann unkompliziert den Anbieter wechseln.

Preis-Leistungs-Verhältnis vergleichen:

Die Unterschiede im Markt sind gross. Ein Vergleich zeigt, ob man für ähnliche Leistungen zu viel bezahlt oder ob bessere Deckungen möglich sind. Das dauert nur wenige Minuten.

Langjährige Verträge hinterfragen:

Wer seit vielen Jahren beim gleichen Anbieter ist, sollte besonders aufmerksam sein. Treue wird im Versicherungsmarkt nicht automatisch belohnt. Gerade in einem Jahr mit breiten Prämienerhöhungen lohnt sich ein Marktcheck. Oft geht es nicht nur um tiefere Prämien, sondern auch um eine Versicherung, die besser zur eigenen Situation passt.

Methodik

Die repräsentative Befragung wurde durch das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von Comparis im Januar 2026 unter 1’026 Autobesitzenden, die eine Autoversicherung abgeschlossen haben, in allen Regionen der Schweiz durchgeführt. Repräsentativität bedeutet, dass die Teilnehmenden einer Umfrage die gesamte Zielgruppe gut widerspiegeln. Das heisst, wichtige Merkmale wie Alter, Geschlecht oder Wohnregion sind ähnlich verteilt wie in der ganzen Bevölkerung. So kann man die Ergebnisse besser auf alle übertragen.

Weitere Informationen:

Harry Büsser
Finanzexperte
Telefon: 044 360 53 91
E- Mail: media@comparis.ch
comparis.ch



Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber. Bildrechte: Comparis AG


Über Comparis.ch AG:
Mit über 80 Millionen Besuchen im Jahr zählt comparis.ch zu den meistgenutzten Schweizer Websites. Das Unternehmen vergleicht Tarife und Leistungen von Krankenkassen, Versicherungen, Banken sowie Telecom-Anbietern und bietet das grösste Schweizer Online-Angebot für Autos und Immobilien.

Dank umfassender Vergleiche und Bewertungen bringt das Unternehmen Transparenz in den Markt. Dadurch stärkt comparis.ch die Entscheidungskompetenz von Konsumentinnen und Konsumenten. Das Unternehmen wurde 1996 vom Ökonomen Richard Eisler gegründet und ist in Privatbesitz. Das Unternehmen gehört heute noch zur Mehrheit dem Gründer Richard Eisler. Es sind keine anderen Unternehmen oder der Staat an Comparis beteiligt.

Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


Quellen:
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