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GF und Rittal liefern polymerbasierte Full-Scope-Kühlinfrastruktur für Rechenzentren der nächsten Generation

 


Bildrechte: Georg Fischer AG

10.03.2026, Da Rechenzentrumsbetreiber die Rack-Dichten weiter erhöhen und die Einführung von Direct Liquid Cooling (DLC) vorantreiben, verändern sich die Anforderungen an die Kühlinfrastruktur grundlegend. Im Gegensatz zu herkömmlichen luftbasierten Systemen ermöglicht DLC den Betrieb mit höheren Kühlmitteltemperaturen, was die Energieeffizienz insgesamt deutlich verbessert, indem die Belastung der Chiller reduziert und eine effektivere Wärmeabfuhr ermöglicht wird. Die Internationale Energieagentur und das World Economic Forum betonen, dass Kühlung, Energieversorgung, Wasser, Materialien und Workload-Management ganzheitlich betrachtet werden müssen, um die Nachhaltigkeit zu verbessern. ¹ Aus diesem Grund haben GF und Rittal gemeinsam eine vollständig integrierte Kühllösung für das neue Colocation-Rechenzentrum von NETMOUNTAINS in Velbert, Deutschland, entwickelt.

Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in Facility Water Systems (FWS) und Raumkühlung (HVAC) lieferte GF in diesem Projekt den gesamten polymerbasierten Kühlkreislauf – vom Chiller und Dry-Cooler bis hin zum Rack und Chip – und deckte dabei FWS, Technology Cooling System (TCS) und HVAC ab. Rittal fungiert als Komplettanbieter für IT-Infrastruktur und Kühltechnik und integriert das gesamte Kühlsystem, während GF Design, Engineering, pre-fabrication sowie alle Polymerkomponenten der Rohrleitungssysteme inklusive Peripherie bereitstellt.

Full-Scope-Kühlung, ausgelegt auf Expansion
Das neue Rechenzentrum von NETMOUNTAINS wurde für maximale Projektflexibilität konzipiert und ermöglicht eine nahtlose Skalierbarkeit im Multi-Megawatt-Bereich entsprechend zukünftiger Kundenanforderungen. Die Kühlinfrastruktur ist auf diese zukünftigen Anforderungen ausgelegt und unterstützt Rack-Dichten von 66 kW, Durchflussraten von etwa 1,2 l/s pro Server sowie Betriebstemperaturen von 45/55 °C im TCS und 45/35 °C im FWS.

„Unsere Aufgabe ist es, alle Elemente des Kühlsystems in einer zuverlässigen, integrierten Lösung zusammenzuführen“, erklärt Felix Kremelic, IT Projects Lead bei Rittal. „Durch die Kombination unserer Expertise in IT-Infrastruktur und Kühlung mit den engineered polymer Flow Solutions von GF konnten wir ein skalierbares Hochleistungssystem liefern, das den heutigen Anforderungen entspricht und für zukünftige Workloads gerüstet ist.“

Rittal, ein internationaler Anbieter von Hardware-, Automatisierungs- und Softwarelösungen, hat eine neuartige Kühllösung entwickelt, die NETMOUNTAINS als einer der ersten Betreiber für den praktischen Einsatz zur Verfügung stellt. Die Cooling Distribution Unit (CDU) liefert eine Kühlleistung von über einem Megawatt in kompaktem Rack-Format. Durch ihren modularen Aufbau lässt sie sich im Rechenzentrumsbetrieb einfacher integrieren.

GF lieferte Flow Solutions für:

FWS: ecoFIT-PE100-Rohrleitungssysteme vom Dry-Cooler bis zur CDU

TCS: LiquidCore-Flow-Solution, einschließlich des PROGF-PP-H-Verteilungssystems von der CDU in den White Space, In-Rack-Verteilern und dem Quick Connect Valve 700

HVAC: COOL-FIT pre-insulated Rohrleitungssystem

Alle Systeme wurden von GF konstruiert, vorgefertigt und qualitätsgeprüft, um eine schnelle Installation vor Ort sowie einen leckagefreien Betrieb sicherzustellen.

Warum Polymere in modernen Rechenzentren wichtig sind
Mit der zunehmenden Verbreitung von DLC ersetzen Polymere in mission-critical Kühlkreisläufen immer häufiger Metall. Im Gegensatz zu Metallrohren sind technische Thermoplaste korrosionsfrei und geben keine Partikel an das Kühlmittel ab, wodurch die Kühlmittelreinheit erhalten bleibt und der Spülaufwand im System deutlich reduziert wird. Darüber hinaus bieten Polymerlösungen geringeres Gewicht, hohe chemische Beständigkeit und eine niedrigere Wärmeleitfähigkeit, was eine stabile und effiziente Kühlleistung unterstützt. Geschweißte Polymerverbindungen gewährleisten zudem langfristige Dichtigkeit und einen zuverlässigen Betrieb und eignen sich daher besonders für moderne CDUs und High- Performance-Computing-(HPC)-Umgebungen.

„Steigende Rack-Dichten und die zunehmende Nutzung von Direct-to-Chip-Liquid-Cooling verändern die Anforderungen an die Kühlinfrastruktur von Rechenzentren grundlegend“, sagt Ergin Sarac, Data Center Specialist bei GF. „Statt isolierter Systeme benötigen Betreiber vollständig integrierte Kühlkreisläufe. Dieses Projekt zeigt, wie die Kombination aus IT-Infrastruktur, Kühltechnologie und polymerbasierten Flow Solutions die Komplexität reduziert, die Installation beschleunigt und die langfristige Betriebsstabilität verbessert.“

„Für uns als Betreiber waren Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit entscheidend“, sagt Stephan Reugels, Mitgründer und CEO von NETMOUNTAINS. „Das integrierte Kühlkonzept und der Einsatz der engineered piping systems von GF geben uns die Sicherheit, dass die Infrastruktur auch bei steigenden Rack-Dichten und mit der Expansion des Rechenzentrums langfristig stabil funktioniert.“

Das deutsche Projekt zeigt, dass engineered polymer Flow Solutions nicht nur geeignet, sondern essenziell für skalierbare Kühlung von Hochdichte-Rechenzentren sind.

Erfahrung, auf die man aufbauen kann
Mit jahrzehntelanger Erfahrung in mission-critical Umgebungen – von der Halbleiterfertigung über industrielle Prozesskühlung bis hin zu Rechenzentren – bringt GF globale Expertise, standardisierte Prozesse und lokale Projektunterstützung ein. Zusammen mit Rittals Führungsrolle bei IT- Infrastruktur- und Kühlintegration bietet die Kooperation Planern und Betreibern von Rechenzentren einen zuverlässigen Weg vom Konzept bis zum Betrieb.

Ursprünglich wurde dieser Artikel am 26.02.26 auf der Webseite der Georg Fischer AG veröffentlicht.

Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber. Bildrechte: Georg Fischer AG


Über Georg Fischer AG:
Georg Fischer ist ein führender Industriekonzern, fokussiert auf die drei Kerngeschäfte - GF Automotive - GF Piping Systems - GF Machine Tools

Das 1802 gegründete Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Schaffhausen (Schweiz) und verfügt weltweit über 140 Niederlassungen mit 50 Produktionsstätten. Die rund 12 000 Mitarbeitenden erwirtschaften einen Jahresumsatz von CHF 3,54 Mia.

Menschen in aller Welt dürfen von Georg Fischer einen wichtigen Beitrag zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse von heute und morgen erwarten. Mobilität, Komfort und Präzision sind zentrale Anforderungen der Märkte, die das Unternehmen mit seinen Leistungen erfüllt.

Der Industriekonzern setzt Massstäbe, indem er mit seinen Technologien den Takt angibt und sie in effiziente Prozesse umsetzt. Als Vorreiter für neue Anwendungen überträgt das Unternehmen die technologischen Vorteile auf seine Kunden.

Georg Fischer orientiert sich mit einer schlüssigen Strategie an langfristig gültigen Werten. Diese Verantwortung umfasst auch finanzielle Transparenz und offene Kommunikation, soziale Verantwortung als Arbeitgeber und in der Gemeinschaft sowie ein gelebtes Umweltbewusstsein.

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