Personalabbau bei Nokia: Angestellte Schweiz kritisiert massiven Verschlankungsplan |
| Tweet |

11.03.2026, Angestellte Schweiz kritisiert den "Right-Sizing-Plan" von Nokia, denn dieser geht primär auf Kosten der Mitarbeitenden: Stellenabbau, Verlagerung in Niedriglohnländer und ein einseitiger Fokus auf Kennzahlen statt auf Menschen.
Right-Sizing zulasten der Mitarbeitenden
Der Konzern gibt an, weltweit Personal abzubauen mit dem Ziel, Investitionen zu optimieren, Betriebsmodelle anzupassen und in Länder mit niedrigeren Kosten zu verlagern. Angestellte Schweiz kritisiert diese von Nokia geplanten "Right- Sizing-Massnahmen" scharf:
- 1. Investitionen werden hier einseitig als Finanzkennzahlen gedacht, nicht als Investitionen in Menschen, Qualifikation und Beschäftigungssicherheit.
- 2. Wer wirklich "optimal" investieren will, stärkt Kompetenzen, Weiterbildung und gute Arbeit, statt erfahrene Mitarbeitende abzubauen.
- 3. Die Zentralisierung von Funktionen in Ländern mit niedrigeren Kosten bedeutet konkret, dass Wertschöpfung und qualifizierte Jobs aus Hochlohnländern abgezogen werden und Beschäftigte hier das Risiko tragen.
Perspektiven statt "Kahlschlag"
Angestellte Schweiz fordert sozialverträgliche Lösungen, um die Folgen der Entlassungen abzufedern und den betroffenen Mitarbeitenden wieder Perspektiven zu geben. Dies beinhaltet auch attraktive Regelungen für die Frühpensionierung.
"Wenn man Umstrukturierungen auf europäischer Ebene plant, muss man auch Verantwortung auf europäischer Ebene übernehmen. Wir erwarten Lösungen, die Menschen schützen, nicht nur Zahlen optimieren", sagt Tanja Riepshoff, Rechtsanwältin bei Angestellte Schweiz.
Der Arbeitnehmerverband Angestellte Schweiz fordert:
- Prüfung alternativer und innovativer Massnahmen zur Vermeidung von Entlassungen nach dem Grundsatz "Arbeit vor Geld" als wichtigste Massnahme
- Für unvermeidbare Stellenverluste: die Umsetzung des verbindlichen Sozialplans inkl. professioneller Unterstützung bei der Neuorientierung (Outplacement, Coaching, Weiterbildung)
- Transparente Informationen und frühzeitiger Dialog mit den Mitarbeitenden sowie der Arbeitnehmervertretung
Angestellte Schweiz erwartet von der Geschäftsleitung, zeitnah Gespräche mit den Sozialpartner*innen aufzunehmen. Ebenso ist der Verband bereit, konstruktive Verhandlungen zu führen, mit einem klaren Ziel: Entlassungen vermeiden und faire Lösungen für alle Betroffenen sicherstellen.
Pressekontakt:
Tanja Riepshoff
Rechtsanwältin Angestellte Schweiz
Tanja Tanneberger
Kommunikation Angestellte Schweiz
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
Über Angestellte Schweiz:
Als Sozialpartner stehen wir für faire Arbeitsbedingungen, Verlässlichkeit und Transparenz. Zur Durchsetzung unserer Anliegen vernetzen wir uns mit anerkannten Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
Quellen:
Weitere Informationen und Links:
Newsletter abonnieren
Auf diesem Link abonnieren Sie unseren Newsletter und sind stets aktuell informiert.
Eigene News publizieren
Haben Sie eine aktuelle Firmeninformation oder ein Angebot, dass Sie hier publizieren möchten?
Auf diesem Link erfassen Sie die entsprechenden Informationen.













