Altreifenrecycling - ein unterschätztes Nachhaltigkeitsthema

 



13.03.2026, Die Altreifen-Problematik ist ein seit Jahren bekanntes Umweltthema, doch Politik und Industrie bleiben Antworten bislang schuldig. Allein in Deutschland verschwinden jährlich rund 100.000 Altreifen ausserhalb geregelter Entsorgungswege. Zeitgemässe Recyclinglösungen können hier Abhilfe schaffen.

Angetrieben von unserer Vision einer Welt ohne Plastikabfall beschäftigt sich enespa seit Jahren mit komplexen Stoffströmen, die bislang nur unzureichend in funktionierende Materialkreisläufe überführt werden. Neben klassischen Kunststoffabfällen rückt dabei zunehmend ein Bereich in den Fokus, der im automobilen Nachhaltigkeitsdiskurs noch vergleichsweise wenig Beachtung findet: das Recycling von Altreifen.

Während Metall-, Kunststoff- und Batterierecycling ebenso wie das Thema Abgasreduktion längst fest auf der Agenda der Automobilwirtschaft stehen, werden Altreifen häufig nur am Rande diskutiert. Dabei handelt es sich um ein weltweit wachsendes Abfallproblem von erheblicher Bedeutung. Als Spezialistin für industriellen Anlagenbau und dazugehörige Dienstleistungen arbeitet enespa seit Jahren an innovativen Lösungen, um auch in komplexen Bereichen wie dem Reifenrecycling nachhaltige Materialkreisläufe zu schliessen.

Wie viele Altreifen fallen global an?
Die Dimension des Problems ist erheblich. Weltweit fallen jährlich rund eine Milliarde Altreifen an. In Europa und Nordamerika sind es mehrere hundert Millionen Reifen pro Jahr, die nach Ende ihrer Nutzungsdauer entsorgt oder verwertet werden müssen. Reifen gehören damit zu den grössten kontinuierlichen Abfallströmen.

Entscheidend ist: Reifen fallen unabhängig von Antriebstechnologien an. Weder Elektromobilität noch alternative Kraftstoffe reduzieren den Reifenverbrauch signifikant. Auch in einer elektrifizierten Mobilität bleiben Altreifen ein strukturelles Thema, das langfristige Lösungen erfordert.

Was passiert mit Altreifen?
In vielen Regionen existieren etablierte Sammel- und Verwertungssysteme für Altreifen. Diese umfassen mechanisches Recycling, energetische Verwertung sowie begrenzte Formen der Wiederverwendung. Ein grosser Teil der Altreifen wird als Ersatzbrennstoff in energieintensiven Industrien eingesetzt oder zu Gummigranulaten verarbeitet, die in Asphalt, Sportbelägen oder technischen Produkten Verwendung finden.

Diese Massnahmen tragen zwar zur Abfallreduktion bei, führen jedoch nur selten zu einer echten Kreislaufwirtschaft. Die stoffliche Rückführung in hochwertige Anwendungen – insbesondere zurück in neue Reifen – bleibt bislang die Ausnahme.

Was bedeutet Reifenrecycling wirklich?
Die Recyclingfähigkeit von Reifen ist technisch besonders anspruchsvoll. Autoreifen bestehen aus einem komplexen Verbund aus Natur- und Synthesekautschuk, Stahl, Textilfasern, Carbon Black und einer Vielzahl chemischer Additive. Genau diese Materialvielfalt erschwert eine hochwertige Wiederverwertung.

Mechanische Recyclingverfahren liefern überwiegend Gummigranulate mit begrenzten Einsatzmöglichkeiten. Chemische Recyclingverfahren wie Pyrolyse oder Devulkanisation eröffnen dagegen neue Perspektiven: Sie ermöglichen die Rückgewinnung von Wertstoffen wie Öl, Gas, Carbon Black und Stahl. Voraussetzung für einen funktionierenden Kreislauf ist jedoch die industrielle Qualität dieser Rezyklate – sowohl technisch als auch wirtschaftlich.

Marktpotenzial und Zukunft des Reifenrecyclings
Trotz aller Herausforderungen bietet das Recycling von Altreifen ein beträchtliches wirtschaftliches Potenzial und wird bis zum Jahr 2030 voraussichtlich einen zweistelligen Milliardenbetrag in US- Dollar erreichen. Reifen fallen kontinuierlich und in grossen Mengen an, regulatorischer Druck und Rohstoffpreise steigen, und der Bedarf an nachhaltigen Lösungen wächst. Entsprechend dynamisch entwickelt sich der Markt für innovative Recyclingtechnologien im Reifenbereich.

Gerade dort, wo klassische Recyclingansätze an ihre Grenzen stossen, entstehen neue Chancen für skalierbare, integrierte Lösungen, die ökologische und ökonomische Anforderungen verbinden.

Skalierbare Recyclinglösungen für Altreifen
Die enespa ag entwickelt seit Jahren innovative Lösungen für komplexe Recyclingherausforderungen und tritt nach umfangreicher Forschungs- und Entwicklungsarbeit nun in eine Phase des technologischen und geografischen Skalierung ein. Im Bereich der Reifenpyrolyse verfügen wir über ideale Voraussetzungen für den professionellen Handel mit Tire Pyrolysis Oil (TPO): Dank unseres globalen Netzwerks strategischer Kontakte zu Raffinerien und petrochemischen Verarbeitern, die gezielt nach alternativen Kohlenwasserstoffquellen suchen, sind wir in der Lage, Pyrolyseprodukte effizient, international und marktorientiert zu platzieren.

Unsere Technologien sind darauf ausgelegt, unseren Kunden skalierbare und integrierte Recyclinglösungen für Altreifen bereitzustellen. Zusätzlich unterstützen wir diese in regulatorischen Fragen, beispielsweise bei der REACH-Registrierung, der Erstellung vollständiger Produktspezifikationen sowie der Dokumentation im Rahmen von ISCC- und ISCC PLUS-Zertifizierungen.

Dabei ergänzen unsere Aktivitäten im Bereich der Reifenpyrolyse nahtlos unser bestehendes Portfolio, zu dem auch die Produktion von AdBlue für die Abgasreinigung zählt. Entscheidend aus unserer Sicht ist, dass eine nachhaltige Mobilität auch Probleme wie Altreifen mitdenken muss – als festen Bestandteil einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft.

Ursprünglich wurde dieser Artikel am 05.03.2026 auf der Webseite der enespa.com veröffentlicht.

Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.


Über ENESPA AG:
Die ENESPA AG wird eine der ersten Anlagen in Betrieb nehmen, welche gemischte Kunststoffabfälle mit dem Thermolyse-Verfahren zu hochwertigem Paraffinöl verarbeitet. Diese Technologie ermöglicht zum ersten Mal die lukrative Kreislaufwirtschaft von gemischten Kunststoffabfällen ohne CO2-Ausstoss.

Unser modulares System benötigt für den Aufheizungsprozess nur 1 Stunde – entscheidend für den wirtschaftlichen Betrieb (Grossanlagen benötigen bis zu mehreren Tagen). Mit unserem Partner verfügen wir über 3 Jahre Erfahrung im kontinuierlichen Betrieb von Thermolyseanlagen.

Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


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