Velodiebstähle werden immer teurer

 


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18.03.2026, Letztes Jahr verzeichnete die AXA leicht weniger gestohlene Fahrräder und E-Bikes als im Vorjahr, jedoch kostete ein Fall im Schnitt so viel wie noch nie. In den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Land und Solothurn war die Gefahr, Opfer eines Velodiebstahls zu werden, besonders gross.

Der Frühling erwacht – und mit ihm auch die Velodiebe. 21 Millionen Schweizer Franken hat die AXA, die grösste Schadenversicherung der Schweiz, letztes Jahr für gestohlene Fahrräder bezahlt, 9000 Fälle waren es an der Zahl. Dies sind rund zehn Prozent weniger als im Vorjahr, jedoch hat der durchschnittliche Schaden pro Fall mit CHF 2350 einen neuen Rekordwert erreicht. Dies ist fast doppelt so viel wie noch vor zehn Jahren. «Fahrräder werden immer teurer und der Anteil an E-Bikes hat zugenommen – eine lukrative Beute für Diebinnen und Diebe», erklärt Stefan Müller, Leiter Schaden Sachversicherungen bei der AXA. Ein E-Bike-Diebstahl kostet die Versicherung im Schnitt 3000 Franken.

Aufgepasst in Basel und Solothurn
Gesamtschweizerisch war letztes Jahr jeder 91. versicherte Haushalt von einem Velodiebstahl betroffen. Dies waren weniger als in den drei Vorjahren. «Eine erfreuliche Entwicklung, deren Gründe wir nicht genau kennen. Möglicherweise werden Fahrräder bewusster und besser gesichert oder es gibt weniger Velodiebe», so Stefan Müller. Ein Blick auf die Schweizerkarte offenbart jedoch kantonale Unterschiede: Basel-Stadt ist und bleibt die unangefochtene Velodiebstahl-Hochburg. Jeder 27. versicherte Haushalt musste der AXA letztes Jahr melden, dass ein Velo abhandengekommen ist. Ebenfalls sehr häufig betroffen waren Personen in Basel-Land (jeder 41. Haushalt) und Solothurn (jeder 57. Haushalt). Im Kanton Genf hat sich die Velodiebstahlquote im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert (von jedem 46. auf jeden 67. Haushalt). Am wenigsten Langfinger scheint es im Tessin zu geben, wo nur jeder 535. Haushalt ein Velo an Diebinnen und Diebe verloren hat. Das Risiko war dort 20-mal kleiner als in Basel- Stadt. Ebenfalls tief war die Quote in Nidwalden (jeder 248. Haushalt) und im Wallis (jeder 225. Haushalt). (Unter «Downloads» sind die Quoten aller Kantone ersichtlich.)

«Ein Treiber für die regionalen Unterschiede könnte die Grenznähe sein, da es dort vermehrt organisierte Banden gibt, die Fahrräder ins Ausland schaffen», sagt Stefan Müller. «Ein weiterer Grund sind wohl Velostädte, da dort das ‹Angebot› für Diebinnen und Diebe sehr gut ist.» Der Stadt-Land-Graben zeigt sich auch in der Statistik: Acht der zehn grössten Schweizer Städte haben eine Fahrraddiebstahl- Quote, die über dem Schweizer Schnitt liegt. Einen unterdurchschnittlichen Wert weisen nur Lugano und St. Gallen auf.

So schützt man sein Fahrrad
Beachtet man einige Vorsichtsmassnahmen, kann man die Gefahr, dass einem das Fahrrad abhandenkommt, minimieren. «Wenn möglich sollte ein Velo an einem abschliessbaren oder überwachten Ort parkiert werden», empfiehlt Stefan Müller. Zusätzliche Sicherheit bietet das Festmachen des Fahrradrahmens mit einem qualitativ hochwertigen Schloss an einer fest verankerten Stelle, sodass das Velo nicht einfach abtransportiert werden kann. Kommt es trotzdem einmal weg, sollte dies möglichst rasch der Polizei gemeldet werden. Kennt man die Marke, die exakte Modellbezeichnung und die Rahmennummer, vergrössert man die Chance, es wiederzusehen. Es empfiehlt sich auch, das Bike oder E-Bike anzuschreiben – hierfür gibt es beispielsweise Velovignetten, mit denen man sein Gefährt online registriert. «Neben organisierter Kriminalität, bei der grosse Mengen an Fahrrädern abtransportiert werden, beobachten wir auch viele Gelegenheitsdiebstähle, bei denen ein Fahrrad für eine Strecke benutzt und dann wieder abgestellt wird», so Stefan Müller. Die Chance, das Bike oder E-Bike widerzusehen, besteht also.

Fahrraddiebstahl ist über die Hausratversicherung gedeckt. Wird das Velo nicht zuhause, sondern unterwegs gestohlen, so ist die Zusatzdeckung «einfacher Diebstahl auswärts» notwendig.

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