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Die Amphibien sind unterwegs

 



19.03.2026, Für manche Tiere beginnt der Frühling bereits Ende Februar, wenn die Nächte milder und feuchter werden – so etwa für verschiedene Lurcharten. Während ihrer Wanderung zu den Laichgewässern werden Amphibien häufig Opfer des Strassenverkehrs. Auf Kantonsstrassen werden deshalb von Ende Februar bis Ende April entlang bekannter Wanderstrecken Amphibienschutzzäune errichtet, die von zahlreichen Helferinnen und Helfern betreut werden. Vom 15. März bis 15. Juli sind zudem viele andere Wildtiere mit der Jungenaufzucht beschäftigt. In dieser sensiblen Zeit ist besondere Rücksicht geboten.

Im Frühjahr erwachen bei den Amphibien die Fortpflanzungsinstinkte – ihre Wander- und Laichsaison beginnt jedoch früher als jene von Säugetieren und Vögeln. Sobald die Nächte regenreicher und milder werden und die Temperaturen über 5 °C steigen, machen sich Grasfrösche, Erdkröten und Molche auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Dabei folgen sie ihren angestammten Wanderrouten, die nicht selten Strassen queren.

Alle Amphibienarten sind bundesrechtlich geschützt. Um sie vor dem Verkehrstod zu bewahren, werden entlang besonders betroffener Strassen Amphibienschutzzäune errichtet. Diese lenken die Tiere in eingegrabene Auffangkübel. Während der Wanderzeit – oft über mehrere Wochen hinweg – werden diese Behälter täglich – zu Spitzenzeiten sogar zweimal am Tag – von Amphibienlotsinnen und - lotsen kontrolliert.

Die Helferinnen und Helfer sammeln die Tiere sorgfältig ein, zählen und dokumentieren sie und tragen sie anschliessend sicher auf die gegenüberliegende Strassenseite, damit sie ihre Wanderung ungehindert fortsetzen können. Dieser Einsatz erfordert Verlässlichkeit, frühes Aufstehen sowie die Bereitschaft, auch bei Regen und Dunkelheit unterwegs zu sein. Ohne dieses Engagement würden zahlreiche Amphibien den Weg zu ihren Laichgewässern nicht überleben.

Im Bezirk Einsiedeln und in der Gemeinde Ingenbohl wird die Betreuung der Schutzzäune gemeinsam vom Bezirk bzw. von der Gemeinde und engagierten Helferinnen und Helfern übernommen, koordiniert von Pro Natura. In Schindellegi erfolgt die Koordination über das Büro für ökologische Optimierungen, das sich ebenfalls über fleissige Amphibienlotsinnen und -lotsen freut. Das AWN dankt allen Beteiligten herzlich für ihren wertvollen und unverzichtbaren Einsatz zugunsten des Naturschutzes.

Was bedeutet die Brut- und Setzzeit – und was ist zu beachten? Während der Setzzeit vom April bis Mitte Juli werden zahlreiche Jungtiere geboren und aufgezogen. Diese Phase ist für Wildtiere entbehrungsreich und kräftezehrend. Insbesondere am Boden brütende Vogelarten wie Kiebitz, Braunkehlchen sowie Baum- und Wiesenpieper reagieren empfindlich auf Störungen. Auch Rehe und Feldhasen sind betroffen: Ihre Jungtiere verharren regungslos im Wiesland und können – insbesondere vor freilaufenden Hunden – nicht fliehen. Bereits die blosse Anwesenheit von Menschen und Hunden versetzt die Elterntiere in Unruhe und kann dazu führen, dass Bruten aufgegeben werden. Wer Wildtiere beobachten möchte, sollte deshalb Folgendes beachten: In Naturschutzgebieten gilt das Weggebot für Fussgängerinnen und Fussgänger sowie für Velofahrende. Hunde sind in der Natur an der kurzen Leine zu führen. Mit rücksichtsvollem Verhalten schützen wir die heranwachsende Wildtiergeneration und ermöglichen ein möglichst störungsfreies Brutgeschäft.


Medienkontakt:
Elena Gimmi
Fachbereich Natur und Landschaft
+41 41 819 18 39

Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.


Über Kantonale Verwaltung Schwyz:
Vor Jahrtausenden schon lebten Menschen im Gebiet des späteren Kantons Schwyz. Besonders intensiv war nach neuesten Erkenntnissen die Besiedlung im Raum Freienbach-Hurden. Zahlreiche Funde belegen Dasein und Wirken jener Ur- Schwyzer vor 4 - 5000 Jahren. Aus Stein sind vorerst noch ihre Werkzeuge; bald wird es Bronze sein, die recht vielfältigen Funde im ganzen Kantonsgebiet beweisen es. Seltener sind die Zeugnisse der folgenden Epoche, der Eisenzeit. Die Bevorzugung der Siedlungsräume an Seeufern und günstigen Hanglagen kennzeichnet sodann die Erfassung des Raumes zur römischen Zeit.

Vor rund 1400 Jahren setzten sich die Alamannen fest und prägten mit ihren Wirtschafts- und Lebensformen die alten Siedlungsräume. Das Volk wuchs, das Land musste ausgebaut werden. Das Christentum drang vor, die Kirchenbauten von Tuggen und Schwyz erlauben es, diesen Vorgang ins späte 7. und frühe 8. Jahrhundert festzulegen. Am Zürichsee und in den Talkesseln von Schwyz und Arth werden Schwerpunkte der Siedlung erkennbar.

Der Kanton Schwyz bietet eine reiche Palette bunter Schönheiten. Alles ist vorhanden: die weite Ebene und die steile Kletterwand, Seen, eingebettet in sanfte Hügel oder hochalpine Berge, saftige, bestossene Alpweiden und weite Wälder. Vielfältig ist das sportliche Angebot: nordischer und alpiner Skilauf, Segeln, Vita-Parcours und Finnenbahn, Schwimmen unter Dach, im Frei- oder Strandbad, Kanufahrten, Fischen, Wandern und vieles mehr.

Die Schwyzer Skilifte, Luft-, Sessel- und Zahnradbahnen erklimmen über 15'000 m Höhendifferenz. Mehr als 160 Hotels, Gasthäuser, Touristenheime mit 6'000 Schlafstellen, eine Vielzahl von Ferienwohnungen und Privatzimmern sowie 23 Campingplätze befinden sich im Kanton zwischen 420 und 1'800 m Höhe.

Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


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