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Die Schweizerische Herzstiftung prämiert Fortschritte in der Hirnschlagbehandlung und Herzdiagnost

 



02.04.2026, Der Neuroradiologe Marios Psychogios erhält den diesjährigen Forschungspreis Hirnschlagmedizin, und der Kardiologe Christoph Gräni den Forschungspreis Kardiologie der Schweizerischen Herzstiftung. Psychogios hat einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, die Hirnschlagbehandlung schneller und erfolgreicher zu machen. Gräni verbessert die Herzdiagnostik und Prognose durch kardiale Bildgebung unter Einbezug der KI.

Herz-Kreislauf-Krankheiten und Hirnschläge sind oft dramatische Ereignisse und enden nicht selten tödlich. Der Hirnschlag verändert jedes Jahr das Leben von rund 22'000 Personen in der Schweiz. Eine möglichst gute Akutbehandlung von Hirnschlagbetroffenen ist deshalb zentral. Diesbezüglich sind in den letzten Jahrzehnten grosse Fortschritte erzielt worden. Heute können 95 Prozent der grossen Gefässverschlüsse dank Kathetereingriffen wieder eröffnet und über 70 Prozent der Gerinnsel komplett entfernt werden. Einen wesentlichen Beitrag zur Optimierung hat der Neuroradiologe Prof. Marios Psychogios, Leiter diagnostische und interventionelle Neuroradiologie am Universitätsspital Basel, geleistet. Er hat das sogenannte One-Stop-Verfahren ausgearbeitet, das die Dauer bis zur Behandlung um 30 Minuten verkürzt. Das bedeutet im Durchschnitt ein um 10 Prozent besseres klinisches Ergebnis.

Verbesserung auch bei kleinen Gefässverschlüssen

Ob es gelingt, mittels Kathetereingriffen das Behandlungsergebnis auch von kleineren Gefässverschlüssen zu verbessern, ist eine weitere Forschungsfrage, die Psychogios beantworten will. In seiner viel beachteten multizentrischen Studie mit 553 Patient*innen erwiesen sich die Eingriffe im Vergleich zur medikamentösen Therapie zwar nicht als vorteilhaft, aber auch nicht von Nachteil. "Für uns bedeutet das neutrale Resultat nicht, dass wir hier aufhören", sagt der Neuroradiologe. Er glaubt weiterhin, dass der Eingriff Patient*innen helfen kann. Der nächste Schritt ist nun herauszufinden, wie das Ergebnis zustande gekommen ist und welche Betroffene künftig von solchen Eingriffen profitieren werden.

Forschungspreis Kardiologie: Plötzlichen Herztod verhindern

Rund 7000 Menschen sterben jährlich in der Schweiz an einem plötzlichen Herztod, auch Herz-Kreislauf-Stillstand genannt. Der Kardiologe Prof. Christoph Gräni, Leiter der kardialen Bildgebung und Digital Cardiology am Inselspital Bern, nutzt die Bildgebung dazu, solche gefährlichen Ereignisse künftig erfolgreicher zu verhindern. Eine der Ursachen, besonders bei jüngeren Sportler*innen, sind angeborene Fehlentwicklungen der Herzkranzgefässe. Gräni hat mithilfe der künstlichen Intelligenz (KI) ein Verfahren entwickelt, das seltene und potenziell gefährliche Fehlentwicklungen in der Computertomografie (CT) automatisch entdeckt. Dieses Verfahren hilft, seltene Herzkrankheiten zu diagnostizieren, die sonst möglicherweise übersehen würden.

Risikobeurteilung und Behandlung optimieren

Die Gefahr eines plötzlichen Herztods droht auch Patient*innen mit bestimmten Ausprägungen der Herzinsuffizienz. Unter Einbezug der modernen Herz- Magnetresonanztomographie (MRI) kann man besser voraussagen, bei welchen Betroffenen das Risiko hoch ist. Christoph Gräni hat in einer grossen Studie aufgezeigt, dass das Ausmass der Vernarbungen im Herzmuskel viel genauere Voraussagen liefert als das herkömmliche Verfahren, welches die Pumpfunktion der linken Herzkammer ermittelt. "Dank der neuen Risikobeurteilung verbessert man künftig die Therapie", sagt Gräni. So erhalten einerseits Patient*innen mit einem niedrigen Risiko nicht unnötigerweise eine Behandlung, in diesem Fall einen implantierbaren Defibrillator (ICD). Andererseits können diejenigen, die ein hohes Risiko haben und die man früher möglicherweise übersehen hat, mit diesem Defibrillator geschützt werden.

Zum Forschungspreis der Schweizerischen Herzstiftung

Seit 1981 verleiht die Schweizerische Herzstiftung einen Forschungspreis. Ausgezeichnet werden eine oder mehrere hervorragende wissenschaftliche Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Prävention, Diagnose und Behandlung der Herz-Kreislauf-Krankheiten und des Hirnschlags. Der jährliche Forschungspreis Kardiologie und der zweijährliche Forschungspreis Hirnschlagmedizin sind mit je 20'000 Franken dotiert.

Hinweis für Medienschaffende

Pressekontakt:

Peter Ferloni

Leiter Kommunikation

Dufourstrasse 30

Postfach, 3000 Bern 14

Telefon 031 388 80 85

ferloni@swissheart.ch



Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.


Über Schweizerische Herzstiftung:
Die Schweizerische Herzstiftung wurde 1967 gegründet. Heute ist sie die einzige national auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen tätige gemeinnützige Organisation, die sowohl in der Forschungsförderung als auch in der Aufklärung und Prävention aktiv ist. Erfahren Sie mehr im knapp 3-minütigen Film.

Die Stiftung hat ihre Aktivitäten in den letzten Jahrzehnten stark ausgeweitet. Sie unterstützt zukunftsweisende Projekte in der Herz- und Hirnschlagforschung, informiert Betroffene über Herz-Kreislauf-Krankheiten und Behandlungsmöglichkeiten, klärt die breite Bevölkerung über Risikofaktoren und einen gesunden Lebensstil auf sowie darüber, was bei Herz und Hirnnotfall zu tun ist. Das Betreuungsangebot in den Herzgruppen hilft Patientinnen und Patienten, mit ihrer Erkrankung im Alltag besser zurecht zu kommen.

Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


Quellen:
  HELP.ch

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