Zehn Jahre kantonale Demenzstrategie zeigen: Gebrechlichkeit und Krankheit schliessen Beziehungen, Würde und persönliche

 



16.04.2026, Im Jahr 2026 jährt sich die Verabschiedung der kantonalen Demenzstrategie des Kantons Tessin zum zehnten Mal. Die Strategie wurde 2016 verabschiedet und hat zum Ziel, die Herausforderungen, die sich aus der Zunahme neurokognitiver Erkrankungen in der Bevölkerung ergeben, koordiniert anzugehen.

Demenz stellt eine grosse Herausforderung für die Sozialsysteme westlicher Gesellschaften dar und betrifft nicht nur das Gesundheitswesen, sondern auch die Sozialhilfe und die Familien der Betroffenen. Der Anstieg der Fälle, bedingt durch die alternde Bevölkerung und den fortschreitenden, langwierigen Verlauf der Erkrankung, erfordert ein strukturiertes Eingreifen der öffentlichen Hand. In diesem Zusammenhang hat auch die Schweiz eine nationale Demenzstrategie verabschiedet, die eine qualitativ hochwertige und nachhaltige Versorgung gewährleisten soll, die den Bedürfnissen der Betroffenen und ihrer Familien gerecht wird.

Auf dieser Grundlage entwickelte der Kanton Tessin seine eigene kantonale Demenzstrategie . Dabei wurden die nationalen Leitlinien an die regionalen Gegebenheiten angepasst und ein Rahmen für die Entwicklung von Interventionen und Dienstleistungen geschaffen, die eine gleichberechtigte und die Lebensqualität des Einzelnen in den Mittelpunkt stehende Versorgung gewährleisten sollen. Die darin enthaltenen 13 Empfehlungen haben das Handeln des Kantons in den letzten Jahren geleitet und einen integrierten Ansatz zwischen Gesundheitswesen, Sozialdiensten und der Gemeinschaft gefördert.

Eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Strategie spielte die 2017 vom Staatsrat eingerichtete Kantonale Kommission für Demenz . Ihre Aufgabe war es, strategische Empfehlungen in konkrete Massnahmen umzusetzen, deren Fortschritte zu überwachen und die Koordination der beteiligten lokalen Partner zu fördern. Die Kommission, die sich aus Vertretern der wichtigsten lokalen Behörden und Dienste zusammensetzt, arbeitete im Laufe der Jahre thematisch in den Bereichen Information und Öffentlichkeitsarbeit, Begleitung und Unterstützung sowie Forschung und Weiterbildung – stets im Einklang mit den strategischen Zielen.

Zu den wichtigsten Ergebnissen dieses Prozesses zählt die Stärkung der Information und Beratung in der Bevölkerung, insbesondere durch den Ausbau der Alzheimer-Beratungsstelle, die nun die gesamte Arbeitswoche über erreichbar ist, und die Festigung des Alzheimer- und Demenzforums als zentrale Anlaufstelle für den Austausch zwischen Fachkräften. Gleichzeitig wurden Initiativen zur direkten Unterstützung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen entwickelt, wie beispielsweise die Gruppe TINCONTRO für die Anfangsphase der Erkrankung und das Projekt „Sorprendimi“, das Inklusion und Wohlbefinden durch kulturelle Aktivitäten fördert. Die Unterstützung von pflegenden Angehörigen wurde durch die Entwicklung spezieller Instrumente, darunter die kantonale Website und das Programm iSupport, sowie durch den Ausbau therapeutischer Tagespflegeeinrichtungen und die Schaffung von betreutem Wohnen weiter verbessert. Im beruflichen Bereich wurde die kontinuierliche Weiterbildung durch die Erfassung bestehender Angebote und die Entwicklung von Referenzmodulen und Handbüchern gefördert. Schliesslich haben innovative Projekte wie das Interreg Brainart-Projekt und die epidemiologische Studie SwissDEM, die vom USI Institut für öffentliche Gesundheit durchgeführt und vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanziert wurde, dazu beigetragen, mit neuen Methoden der kognitiven Stimulation zu experimentieren und die Auswirkungen von Demenz auf das Gebiet zu quantifizieren. Damit wurden nützliche Grundlagen für die zukünftige Planung von Dienstleistungen geschaffen.

Aufbauend auf den Erfahrungen, Kooperationen und Ressourcen, die in den letzten Jahren im Rahmen der kantonalen Demenzstrategie entwickelt wurden, wurde das Projekt CoPeC (Versorgungspfade für Demenz: Ein integrierter und partizipativer Ansatz zur Wahrung der Autonomie) ins Leben gerufen. Dieses Projekt konzentriert sich auf die Entwicklung von Versorgungspfaden, die eine zeitnahe Versorgung von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und ihren pflegenden Angehörigen fördern und so deren Autonomie durch strukturierte soziale Versorgungswege weitestgehend erhalten. Das von Gesundheitsförderung Schweiz finanzierte Projekt wird von einem Konsortium durchgeführt, dem das Departement für Gesundheit und Soziales – vertreten durch das Kantonale Ärzteamt und das Amt für Altenpflege und Häusliche Pflege –, das Institut für Klinische Neurowissenschaften der Südschweiz – Memory Clinic, Pro Senectute Ticino und Moesano, Alzheimer Ticino, GincoTicino sowie der Verein für Häusliche Pflege Mendrisiotto und Basso Ceresio (ACD) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Public Health der Universität der Schweiz angehören. Projektleitung hat der Verband der Heimleiter der Südschweiz (ADiCASI).

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Verabschiedung der Strategie fand am vergangenen Mittwochabend eine Feier statt, die wichtige nationale und lokale Akteure zusammenbrachte, um Bilanz zu ziehen und Zukunftsperspektiven auszutauschen. Gleichzeitig wurde die Wanderausstellung „Erinnerungen im Dialog“ auf der Piazza Teatro in Bellinzona eröffnet. Die öffentlich zugängliche Ausstellung möchte durch Kunst das Bewusstsein für Demenz schärfen und Betroffenen mehr Mitgefühl und Verständnis entgegenbringen.

Zehn Jahre nach ihrer Verabschiedung bestätigt die kantonale Demenzstrategie ihre Bedeutung als zentrales Instrument zur Steuerung der Sozial- und Gesundheitspolitik in diesem Bereich. Das Departement für Gesundheit und Soziales und die kantonale Demenzkommission bekräftigen ihr Engagement für die Weiterentwicklung und Festigung der eingeleiteten Massnahmen. Ziel ist es, das Leben von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und ihren Familien nachhaltiger zu gestalten und durch bedeutungsvolle Beziehungen zu bereichern. Die Erkrankung wird somit nicht nur professionell, sondern auch unter Berücksichtigung der Alltagsbedürfnisse, der Würde des Einzelnen und der Qualität der verbrachten Zeit behandelt. Strategien werden in konkrete Betreuungs- und Unterstützungsangebote umgesetzt.


Medienkontakt:
Anna De Benedetti
Präsidentin der Kantonalen Kommission für die Umsetzung der Kantonalen Demenzstrategie
anna.debenedetti@ti.ch
Tel. 091/814.40.09

Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.


Über Kantonale Verwaltung Tessin / Ticino:
Im Mittelalter wurde das Gebiet des heutigen Kantons Tessin von den Herzögen von Mailand beherrscht. Die Eidgenossen errangen ihre Vorherrschaft in den südlichen Alpentälern im 15. Jahrhundert während drei verschiedener Eroberungen.

Zwischen 1403 und 1422 wurden einige Teile des Kantons bereits der Herrschaft von Uri unterstellt, mussten aber später wieder abgetreten werden. Die Leventina brachte Uri 1440 unter seine Kontrolle. In einer zweiten Eroberung gewannen Uri, Schwyz und Nidwalden im Jahr 1500 die Stadt Bellinzona und die Riviera. Der dritte Vorstoss nach Süden erfolgte durch die Truppen aller drei Urkantone.

Locarno, wie das Maggiatal, Lugano und Mendrisio wurden 1512 eingegliedert. In der ausschliesslichen Herrschaft von Uri war danach die Leventina vom Sankt Gotthard bis nach Biasca. Die restliche Gegend der ennetbergischen Vogteien (die Machtbereiche über den Bergen) wurde gemeinsam durch die drei Kantone beherrscht.

Das Tessin ist das Tor zum Süden und besticht durch seinen Charme, fasziniert mit seinem Lifestyle und seiner italienischen Sprache. Jenseits der Alpen empfängt Sie der Süden: italienisches Flair, mildes Klima, Palmen an sauberen Stränden, liebliche Täler, romanische Kirchen und pittoreske Gassen, die sich auf belebte Piazze öffnen. Aber nie ist die alpine Welt weit entfernt.

Bergtouren, die in Schnee und Fels beginnen, enden in Kastanienwäldern, und von den Ufern streben bewaldete Hänge zu hohen Gipfeln. Auf Alpweiden blüht der Enzian, an der Seepromenande die Kamelie. Wer die Dolce Vita sucht, findet Ruhe in subtropischen Gärten. Wer lieber die Nerven kitzelt, lässt sich durch Schluchten treiben. Und wessen Sinn nach Kultur steht, der wird ihr überall begegnen: Dichter und Künstler fühlten sich angezogen von romantischen Landschaften, Architekten liessen sich zu ihren kühnen Bauten von alter Tradition inspirieren. Vergangenheit und Zukunft, Nord und Süd, Berg und Ebene, Natur und Kultur, Stadt und Land bilden eine faszinierende Einheit voller Gegensätze. Das Abenteuer heisst Ticino.

Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


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