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VCS fordert Entlastung statt Preisspirale bei den ÖV-Preisen

 



20.04.2026, Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz hat heute einen offenen Brief an Alliance SwissPass versandt. Darin kritisiert der VCS die geplanten Tariferhöhungen im öffentlichen Verkehr und fordert gezielte Entlastungen für Kinder, Jugendliche und ein Kostendach von 100 Franken beim beliebten Halbtax- Abonnement.

Besonders problematisch ist aus Sicht des VCS, dass der ÖV weiter verteuert wird, während der motorisierte Individualverkehr in den vergangenen Jahren gemessen an den Gesamtkosten günstiger geworden ist. Diese auseinandergehende Schere schwächt die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs. «Wenn wir die Klimaziele ernst nehmen, müssen wir den Einstieg in den öffentlichen Verkehr erleichtern statt erschweren», sagt VCS-Co-Präsidentin Jelena Filipovic. «Höhere Billettpreise senden das falsche Signal – gerade für Familien, Menschen mit kleinem Budget und für all jene, die vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen möchten.»

Besonders kritisch beurteilt der VCS Preiserhöhungen für Kinder und Jugendliche. Wer schon in jungen Jahren mit dem ÖV unterwegs ist, bleibt ihm meist ein Leben lang treu; steigende Kosten gefährden diesen wichtigen Einstieg. Deshalb fordert der VCS, die entsprechenden Angebote nicht zu verteuern, sondern gezielt zu verbilligen: kostenlose Fahrt für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre sowie zusätzliche Vergünstigungen (z.B. ein Gratis-Halbtax) für Jugendliche in Ausbildung bis 25 Jahre. Zudem soll der Preis des Halbtax- Abonnements auf maximal 100 Franken pro Jahr gesenkt werden.

Die 2. Klasse ist keine Milchkuh

Der VCS fordert überdies, dass Fahrgäste der 2. Klasse nicht überproportional zur Kasse gebeten werden dürfen, zumal sie bereits heute mutmasslich mehr zur Finanzierung des Systems beitragen als die Kundschaft der 1. Klasse. Eine weitere Verschärfung dieser Umverteilung wäre verkehrspolitisch kontraproduktiv und würde das Risiko erhöhen, dass Passagiere wieder vermehrt auf das Auto umsteigen.

«Der öffentliche Verkehr ist das Rückgrat einer klimaverträglichen Mobilität in der Schweiz», betont Jelena Filipovic. «Damit das so bleibt, braucht es faire, nachvollziehbare und ausgewogene Preise – und eine Tarifpolitik, die den ÖV stärkt, statt schwächt.» Der offene Brief an die Alliance SwissPass kann auf der VCS-Website unterzeichnet werden.

Für weitere Auskünfte stehen zur Verfügung:

  • Jelena Filipovic, Co-Präsidentin VCS Schweiz, 079 289 06 41

  • Medienstelle VCS, 079 708 05 36, medien@verkehrsclub.ch

Weitere Informationen:

  • Offener Brief an Alliance SwissPass

Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz engagiert sich für eine nachhaltige Verkehrspolitik und befürwortet ein optimales Zusammenspiel der verschiedenen Verkehrsträger. Mit 85 000 Mitgliedern ist der VCS schweizweit der grösste Verkehrsverband, der sich für eine nachhaltige Mobilität einsetzt.

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Über VCS Verkehrs-Club der Schweiz:
Der VCS ist ein im Handelsregister eingetragener Verein mit Sitz in Bern. Er ist gemeinnützig und parteipolitisch unabhängig.

Der VCS engagiert sich für eine umweltverträgliche Mobilität und ein optimales Zusammenwirken von Auto, Velo, Bahn und Fussverkehr. Er setzt sich für den öffentlichen Verkehr, für umweltfreundlichere Autos und sichere Strassen ein.

Zudem bietet er seinen Mitgliedern Versicherungsschutz für Motorfahrzeuge, Pannenhilfe und Reiseschutzbrief an.

Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


Quellen:
  HELP.ch

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