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CHF 74 Mrd. Risiko: Schweiz gehört zu den Ländern mit höchster MINT-Abhängigkeit

 


Bildrechte: SThree

24.04.2026, Der STEM Skills Outlook 2026 von SThree zeigt die herausragende Bedeutung der MINT-Branchen für den Wirtschaftsstandort Schweiz: Mit einem MINT-Anteil von 21,3 Prozent an der gesamten Bruttowertschöpfung ist die Schweiz die MINT-abhängigste Volkswirtschaft Kontinentaleuropas. Zugleich zeigt die Studie, dass bei einer Abschwächung der Ausbildungs- und Qualifikationspipeline bis 2035 ein kumulierter Output von rund CHF 74 Mrd. gefährdet ist.

Der Bericht, der für die MINT-Workforce Beratung SThree vom Centre for Economics and Business Research (Cebr) erstellt wurde, untersucht 42 Volkswirtschaften und bewertet sowohl deren Abhängigkeit von inländischem MINT-Nachwuchs als auch die Risiken, die mit einem Rückgang des Angebots an qualifizierten Fachkräften verbunden sind. Im Durchschnitt macht der MINT-Sektor in den analysierten Volkswirtschaften 14,7 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung aus.

„Was die Schweiz von anderen europäischen Volkswirtschaften unterscheidet, ist das Ausmaß ihrer MINT-Abhängigkeit. Kein anderes Land auf dem europäischen Festland hat mehr zu verlieren, wenn die Qualifikationspipeline ins Stocken gerät und kaum ein Land hat gleichzeitig mehr zu gewinnen, wenn sie gestärkt wird. Die derzeit starke Absolvent*innenbasis ist der entscheidende Puffer. Ihn zu erhalten ist keine langfristige Ambition, sondern eine unmittelbare wirtschaftliche Priorität“, sagt Cliff Sidhu, Managing Director DACH von SThree.

MINT-Wertschöpfung in der Schweiz

Für die Schweiz hebt der Report zwei zentrale Erkenntnisse hervor: Einerseits besteht eine außergewöhnlich hohe strukturelle Abhängigkeit von MINT-Branchen. Andererseits ist die Schweiz durch ihre vergleichsweise starke Absolvent*innenbasis derzeit gut positioniert.

Auf Basis der bisherigen Entwicklung bei den Absolvent*innenzahlen prognostiziert die Studie für die Schweiz bis 2035 ein jährliches MINT-BWS-Wachstum von 3,0 Prozent. Entwickelt sich die Zahl der Absolvent*innen weniger günstig, beläuft sich der kumulierte Output, der im Zeitraum 2025 bis 2035 gefährdet ist, auf rund CHF 74 Mrd. (67 Mrd. USD, PPP). Im Falle einer positiven Entwicklung des Absolvent*innentrends könnten hingegen zusätzliche CHF 76 Mrd. (69 Mrd. USD, PPP) realisiert werden. Insgesamt stehen damit rund CHF 150 Mrd. auf dem Spiel.

Mit 12,2 Absolvierenden pro 1'000 Personen im erwerbsfähigen Alter gehört die Schweiz zu den führenden Volkswirtschaften im Panel. Hinzu kommt eine F&E-Intensität von 3,3 Prozent des BIP, die ebenfalls zur Spitzengruppe zählt. Diese Faktoren halten die Schweiz im Gesamtranking im mittleren Risikobereich: Mit einem Indexwert von 45,1 Punkten liegt sie im Mittelfeld der 42 untersuchten Volkswirtschaften.

Pharma und Technologie als tragende Säulen

Innerhalb des MINT-Sektors ist die Technologiekomponente mit einem Anteil von 41,4 Prozent an der MINT-Bruttowertschöpfung die größte Einzelkomponente, geprägt durch Telekommunikation sowie IT- und Programmierdienstleistungen. Mit 33,3 Prozent folgt die Wissenschaftskomponente, die maßgeblich vom weltweit führenden Pharma- und Life-Sciences- Sektor getragen wird – mit globalen Schwergewichten wie Roche, Novartis und Lonza.

Genau diese Konzentration auf hochwertige, global mobile Sektoren ist gleichzeitig die strukturelle Verwundbarkeit: Pharma- und Technologieunternehmen können Kapazitäten flexibel dorthin verlagern, wo die besten Fachkräfte verfügbar sind. Lässt die Pipeline nach, bewegt sich das Risikovolumen schnell vom Theoretischen ins Reale.

DACH-Vergleich: Wirtschaftsleistung und Exponierung

Im DACH-Vergleich liegt der potenziell gefährdete Output in Deutschland bei rund 288 Mrd. Euro (408 Mrd. USD, PPP), in der Schweiz bei CHF 74 Mrd. (67 Mrd. USD, PPP). Beim Anteil der MINT-Wertschöpfung an der gesamten Wirtschaftsleistung liegt Österreich mit 15,1 Prozent hinter Deutschland (17,5 Prozent) und der Schweiz (21,3 Prozent).

Der Index des STEM Skills Outlook 2026 wird anhand von drei Faktoren berechnet: der Abhängigkeit einer Volkswirtschaft von ihrer MINT-Wertschöpfung, der Anzahl von BSc- oder gleichwertigen Absolvent*innen sowie dem Output, der bei einer Verschlechterung der MINT-Pipeline gefährdet wäre. Der daraus abgeleitete Indexwert bildet die Exponierung gegenüber Risiken im MINT-Bereich ab. Im finalen Indexranking liegen die Schweiz und Österreich gleichauf bei 45,1 Punkten, Deutschland bei 46,1 Punkten, alle drei im Mittelfeld.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Sabine Klopffleisch

s.klopffleisch@sthree.com

Ciara Steurer

sthreegermany@grayling.com

+43 (0) 664 60508838



Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber. Bildrechte: SThree


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Mit über 38 Jahren Erfahrung, rund 2'800 Mitarbeitenden und Standorten in 11 Ländern unterstützen wir etwa 6'000 Kund*innen weltweit – sowohl bei der Besetzung von Festanstellungen als auch mit flexiblen Vertragslösungen. SThree ist an der Londoner Börse notiert (Ticker: STEM).

Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


Quellen:
  HELP.ch

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