Santa Marta Konferenz packt den Ausstieg aus Öl, Kohle und Gas an |
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30.04.2026, Die erste Konferenz zum Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen in der kolumbianischen Stadt Santa Marta war ein voller Erfolg. Über 50 teilnehmende Länder, darunter auch die Schweiz, senden ein wichtiges Signal: Der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen wird angepackt. Fastenaktion hat die Konferenz vor Ort verfolgt und begrüsst, dass der Prozess für einen gerechten Übergang zu erneuerbaren Energien eingeleitet und eine nächste Konferenz 2027 in Tuvalu beschlossen wurde, um das Vorankommen zu messen.
David Knecht, Leiter Programm Klimagerechtigkeit bei Fastenaktion zu den Ergebnissen:
«Es ist sehr erfreulich, dass in Santa Marta endlich der Elefant im Raum adressiert wurde, denn fossile Brennstoffe sind der grösste Treiber des Klimawandels. Der Ausstieg ist eine unverzichtbare Notwendigkeit für den Klimaschutz. Das haben die rund 1500 Teilnehmenden klar erkannt und konkrete Lösungen wie ein Moratorium zur Vergabe neuer Abbaulizenzen fossiler Energien oder die Reform von Finanzflüssen diskutiert. Unter anderem wurde beschlossen, bestehende Probleme wie Verschuldung oder falsch geleitete finanzielle Anreize und Subventionen gemeinsam anzupacken.
Wichtig ist nun, dass die Länder diese Beschlüsse in konkrete Massnahmen umsetzen. Die Industrieländer haben hier eine Vorreiterrolle zu ergreifen. Auch die Schweiz muss ihre Verantwortung als reiches Land wahrnehmen. Konkret heisst das eine ambitionierte Schweizer Klimapolitik. Genauso wichtig ist, dass die Schweiz beiträgt, die internationalen Hindernisse für den Energiewandel zu beseitigen. Dazu gehört eine dezidierte Abkehr von Investitionen in fossile Energien durch den Finanzplatz Schweiz sowie die Reform von Schuldenregelungen.»
Laura Mateus, Koordinatorin von Fastenaktion in Kolumbien:
«Damit die Energiewende wirklich gerecht verläuft, müssen die Folgen des Abbaus fossiler Brennstoffe berücksichtigt und die die am stärksten gefährdeten und betroffenen Gemeinschaften in den Mittelpunkt der Lösungen gestellt werden. Ihre kohlenstoffarmen Wirtschaftssysteme und ihre Klimaresilienz müssen gestärkt werden, damit ihr Zugang zu gesunden Lebensmitteln und erneuerbaren Energien gewährleistet ist.»
Weitere Informationen:
David
Knecht, Programm Klimagerechtigkeit,
Anselma Künzle, Campaigning,
Fastenaktion und ihr Engagement für Klimagerechtigkeit
Die Vision von Fastenaktion ist eine gerechtere Welt, in der Hunger und Armut überwunden sind. Die Klimakrise ist dabei eine grosse Herausforderung. Die Ärmsten, die am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben, leiden am stärksten unter den Auswirkungen. Klimagerechtigkeit bedeutet, dass die negativen Auswirkungen auf die Ärmsten möglichst gering sind und gleichzeitig die Klimaerwärmung bekämpft wird. Wenn es den Ärmsten der Welt gut geht, geht es uns allen besser – auch in der Schweiz. Seit Jahren engagiert sich Fastenaktion auf internationaler Ebene, zum Beispiel an der Weltklimakonferenz (COP). Wir setzen uns in der Klimapolitik für ambitionierte, sozial gerechte Klimaschutzmassnahmen und somit für bessere Bedingungen ein, um das Recht auf Nahrung zu erfüllen.
Fastenaktion
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