Kanton präsentiert sich an der iheimisch |
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08.05.2026, Vom 14. bis 17. Mai 2026 präsentiert sich der Kanton an der Nidwaldner Gewerbeausstellung iheimisch, die alle sieben Jahre stattfindet. Dabei will sich der Kanton als offener, moderner und vielseitiger Partner zeigen. Im Zentrum stehen der persönliche Kontakt und ein Auftritt, der Information und Interaktion verbindet.
Der Kanton erbringt im Alltag zahlreiche Dienstleistungen für die Bevölkerung und die Wirtschaft. Gleichzeitig ist er einer der grössten Arbeitgeber in Nidwalden. «Wir legen Wert auf einen offenen Austausch mit der Bevölkerung und mit dem Gewerbe», hält Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger zur Teilnahme an der Ausstellung fest, die alle sieben Jahre stattfindet. «Viele wollen wissen, welche Leistungen der Kanton erbringt, wie er organisiert ist und wofür Steuergelder eingesetzt werden. Die iheimisch bietet dafür eine ideale Plattform.»
Der Auftritt des Kantons orientiert sich am Leitbild «Nidwalden 2035 – sympathisch und erfolgreich» und macht dieses für die Bevölkerung erlebbar. Rund 15 Verwaltungsbereiche aus allen Direktionen präsentieren sich gemeinsam und zeigen, wie ihre Aufgaben ineinandergreifen und wie der Kanton als Einheit funktioniert. So sind unter anderem die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung, das Amt für Wald und Naturgefahren, die Abteilung Gesundheitsförderung und Integration oder die Wirtschaftsförderung präsent. Auch die Kantonspolizei und die kantonale Notfallorganisation (Care Team Nidwalden/Engelberg) gewähren Einblicke in ihre Tätigkeiten. Zudem können sich die Besuchenden ein Bild zu den Plänen für die künftige digitale Verwaltung machen.
Der Landrat hat für den Auftritt des Kantons an der iheimisch 2026 einen Kredit von 220’000 Franken bewilligt. «Wir freuen uns sehr, an der Gewerbeausstellung mit der Bevölkerung ins Gespräch zu kommen und Anregungen entgegenzunehmen. Nirgends sonst ist die Gelegenheit grösser, einem breiten Publikum die Zusammenhänge und Abhängigkeiten in der Verwaltung zu erklären und auf die umfassende Bandbreite von Aufgaben aufmerksam zu machen», verleiht Othmar Filliger seiner Vorfreude Ausdruck, um hinzuzufügen: «Ein grosses Dankeschön geht an das Organisationskomitee der iheimisch. Was sie jedes Mal auf die Beine stellen, ist fantastisch – und ebenfalls Ausdruck einer lebendigen, innovativen und leistungsfähigen Wirtschaft in Nidwalden.»
Rückfragen:
Othmar Filliger, Landammann/Volkswirtschaftsdirektor, Telefon +41 41 618 76 50, erreichbar am Montag, 4. Mai, von 10.00 bis 11.00 Uhr.
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
Über Kantonale Verwaltung Nidwalden:
Ob- und Nidwalden bildeten jedoch nie eine politische Einheit. Nidwalden trat 1291 allein mit Uri und Schwyz in den Bund ein (Obwalden kam erst später hinzu). Verschiedene Wege ging man auch beim Aufbau der Staatsstrukturen. Einzig zur Beratung wichtiger gemeinsamer Interessen rief man im 14. und im 15. Jahrhundert bisweilen die Landleute aus beiden Talschaften zusammen. Später unterblieb auch das, soweit hatte man sich auseinandergelebt, dass man lieber mit den Urnern, Schwyzern oder Luzernern gemeinsame Sache machte als miteinander. So galt Nidwalden bei den politischen Auseinandersetzungen nach den Burgunderkriegen, die im Stanser Verkommnis 1481 ihr Ende fanden, als neutral, während Obwalden als Parteigänger angesehen wurde. Oder Nidwalden eroberte mit Uri und Schwyz allein die ennetbirgischen Vogteien Bellinzona, Riviera und Blenio im Tessin.
Das Nidwaldner Selbstverständnis war in hohem Masse religiös bestimmt. Die Stellung der Kirche war stark, das christliche Nidwalden eine Realität. Der berühmteste Nidwaldner Staatsmann Landammann Melchior Lussi vertrat gar die gesamte Innerschweiz am Konzil von Trient und war massgebend an der Erneuerungsbewegung beteiligt. Es erstaunt darum nicht, dass die Reformen der katholischen Kirche hier auf fruchtbaren Boden fielen.
Wirtschaftlich blieb Nidwalden bis ins 20. Jahrhundert ein Agrarland. Vieh und Hartkäse wurden vor allem nach Oberitalien ausgeführt. Obwohl das Land schon im Spätmittelalter die Bevölkerung nicht ernähren konnte, entstand nur im Rotzloch eine kleine Industriezone. Solddienste und später Auswanderungen ins Elsass, nach Württemberg, später auch nach Preussen, Russland und Übersee trugen zur Linderung des Bevölkerungsdruckes bei.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts waren noch über 95 Prozent der ansässigen Bevölkerung Landleute und mehr als 85 Prozent wohnten in jener Gemeinde, in der sie das Bürgerrecht besassen. Die Ideen der französischen Revolution fanden deshalb hier nur wenig Anhänger. Der überwiegende Teil besass an der Landsgemeinde und in den Ürteversammlungen Mitspracherechte, von denen man andernorts nur träumen konnte. Nidwalden lehnte in der Folge die Helvetische Verfassung ab, deren Bestimmungen ideell zwar zukunftsweisend waren, in der Realität aber für die meisten Landesbewohner einen politischen Rückschritt bedeuteten. Die Ablehnung musste Nidwalden am 9. September 1798 mit dem Niedermetzeln von über 400 Personen durch französische Truppen und der willkürlichen Zerstörung von mehreren hundert Gebäuden schwer bezahlen.
Die günstige geografische Lage des Kantons Nidwalden macht den Tourismus zu einem wichtigen Wirtschaftsträger. Der Vierwaldstättersee und die Berge ermöglichen im Sommer wie im Winter ein breites Freizeit- und Ferienangebot. Die Seegemeinden verfügen über eine Vielzahl von Wassersportmöglichkeiten und die Voralpen sind mit Bergbahnen gut erschlossen. Die Ausflugs- und Ferienziele sind bequem, schnell und individuell erreichbar. Sei es der Erlebnisberg Klewenalp, der Blumenberg Stanserhorn, der Titlisgletscher, die voralpine Region Bannalp, der mondäne Bürgenstock mit dem welthöchsten Aussenlift zur Hammetschwand oder die Sommerbobs auf Wirzweli.
Der Kanton Nidwalden offeriert eine Fülle von Naturschönheiten, Sportmöglichkeiten und Erlebnisangeboten. Mit dem Einbezug von lokalen Besonderheiten wie der Bähnli-Safari, der Glasi Hergiswil oder 'Schlafen im Stroh' werden Zeichen zur Umsetzung eines sanften Tourismus gesetzt.
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