AXA verzeichnet mehr und teurere Autodiebstähle |
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15.05.2026, Die Zahl der gemeldeten Fahrzeugdiebstähle bei der AXA steigt – und der einzelne Schadenfall wird teurer. So kostete ein Autodiebstahl letztes Jahr im Schnitt fast 14'000 Franken. In den Westschweizer Kantonen Genf und Waadt sowie im Kanton Basel-Stadt kommen am meisten Autos abhanden.
Insgesamt hat die AXA im letzten Jahr rund fünf Millionen Franken für Autodiebstähle bezahlt. Das ist fast doppelt so viel wie in den Jahren vor der Pandemie, als die Schadensumme wegen Autodiebstahls zwischen 2,5 und 3 Millionen Franken lag.
Augen auf in der Westschweiz
Verglichen mit anderen Schadenarten handelt es sich beim Autodiebstahl zum Glück um ein eher seltenes Ereignis – mit regionalen Unterschieden. So sind gemäss AXA Zahlen die Westschweizer Kantone Genf und Waadt sowie der Kanton Basel-Stadt am stärksten betroffen*. Die Schadenfrequenz, also die Zahl der gestohlenen Fahrzeuge pro versicherte Fahrzeuge, betrug dort über die letzten zehn Jahre gesehen zwischen 0.12 Prozent und 0.06 Prozent. Im Tessin lag die Schadenfrequenz bei 0.05 Prozent und damit leicht über dem Schweizer Schnitt, der 0.04 betrug. Der Kanton Zürich liegt im schweizweiten Vergleich mit 0.03 Prozent leicht unter dem nationalen Mittelwert. Kaum besorgt sein müssen Fahrzeughalterinnen und Fahrzeughalter in den Innerschweizer Kantonen Obwalden und Glarus. Die Diebstahlfrequenz betrug dort 0.01 Prozent.
«Diese Unterschiede dürften unter anderem mit der Grenznähe zusammenhängen», sagt Michael Villiger. «Dort scheinen vermehrt organisierte Banden zu operieren, welche die Fahrzeuge ins Ausland bringen. Ein weiterer Grund dürfte darin liegen, dass es in Ballungszentren eine höhere Dichte an Autos und damit mehr Gelegenheiten für Diebinnen und Diebe gibt», so der AXA Experte.
Land Rover besonders beliebt
Die Langfinger bevorzugen offenbar Land Rover. Das zeigt eine Analyse der Diebstahlfrequenzen der vergangenen zehn Jahre. So ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Auto dieser Marke gestohlen wird, verglichen mit dem Schweizer Durchschnitt über viermal höher, bei einem Alfa Romeo ist sie dreimal höher, bei einem Porsche mehr als doppelt so hoch. Auch Audi, Jeep, Fiat, BMW und Mercedes-Benz sind bei Diebinnen und Dieben beliebt. Weniger diebstahlanfällig scheinen hingegen Tesla, Suzuki, Subaru, Seat, Skoda, Mazda, Ford, Opel, Hyundai, Nissan und Mitsubishi zu sein. Michael Villiger meint dazu: «Auch die Auswertung der Marken zeigt, dass es Diebesbanden tendenziell auf teurere Fahrzeuge abgesehen haben. Diese sind nicht zuletzt für den Weiterverkauf am attraktivsten.»
So kann man Autodiebstahl vorbeugen
«Autofahrerinnen und Autofahrer können das Risiko, dass ihnen der Wagen abhandenkommt, zumindest zu Teilen senken», so der Experte weiter. Er schätzt, dass das Entwenden und Kopieren von Autoschlüsseln sowie die Manipulation von Keyless-Go-Systemen die gängigsten Diebstahlmethoden sind. Nur so könnten sich Diebinnen und Diebe Zugang zum Fahrzeug verschaffen, die Wegfahrsperre deaktivieren und das Fahrzeug starten.
Autofahrerinnen und Autofahrern, aber auch Autohändlern, empfiehlt Michael Villiger deshalb, den Autoschlüssel diebstahlsicher zu platzieren, sodass er nicht entwendet werden kann. Zudem sollte der Autoschlüssel in der Öffentlichkeit nicht für alle sichtbar deponiert werden, um das Abfangen des Schlüsselsignals zu erschweren. Weitere bewährte Methoden, um Autodiebstahl vorzubeugen, sind eine Alarmanlage, eine Lenkradsperre oder die elektronische Wegfahrsicherung. Im Ausland sollten Autos wenn möglich nur auf bewachten Parkplätzen abgestellt werden. Bei elektronischer Schliessvorrichtung ist darauf zu achten, dass das Auto hörbar verriegelt.
Die Auswertung berücksichtigt alle bei der AXA versicherten Personenwagen (inkl. Firmenwagen, aber ohne Flottenverträge).
* Ausgewertet wurden die Nummernschilder der gestohlenen Fahrzeuge. Auch Fahrzeuge mit einem Nummernschild des Kantons Appenzell Innerrhoden weisen eine höhere Schadenfrequenz auf, allerdings dürften in diesem Fall viele Mietautos betroffen sein. Da diese tendenziell in der ganzen Schweiz unterwegs sind, kann der Diebstahlort mit geringerer Wahrscheinlichkeit dem auf dem Autokennzeichen ausgewiesenen Kanton zugeordnet werden.
Ursprünglich wurde dieser Artikel am 05.05.2026 auf der Webseite der AXA veröffentlicht.
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