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Überdurchschnittliche Leistungen im Hörverständnis bei Ausserrhoder Lernenden

 



21.05.2026, Die Überprüfung der Grundkompetenzen 2024 umfasste die Bereiche Schulsprache (Hören und Lesen) sowie Mathematik. Im Hörverständnis verzeichnet Appenzell Ausserrhoden ein überdurchschnittliches Resultat. Die Leistungen im Leseverständnis und in Mathematik bewegen sich im Bereich des gesamtschweizerischen Mittels.

Die Überprüfung der Grundkompetenzen (ÜGK) wurde von der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) durchgeführt. An der Erhebung nahmen schweizweit rund 20‘000 Schülerinnen und Schüler der 2. Primarklasse teil, davon 600 Lernende aus Appenzell Ausserrhoden.

Die ÜGK bietet ein repräsentatives Bild darüber, inwieweit Lernende am Ende des ersten Zyklus die Bildungsziele in den Bereichen Hören und Lesen in Deutsch (Schulsprache) sowie in Mathematik erreichen. Die Erhebung überprüft regelmässig, ob alle Kinder die wichtigen Grundkompetenzen erreichen. Die Ergebnisse erlauben keine direkten Aussagen über Ursachen oder Wirkungen. Sie bieten jedoch eine Basis, um Einschätzungen und Trends abzuleiten.

Erste Einschätzung
Die Ergebnisse der ÜGK wurden vom Departement Bildung und Kultur analysiert. In einer ersten Einschätzung lässt sich festhalten, dass die Volksschule von Appenzell Ausserrhoden im Grundsatz gut funktioniert und konkurrenzfähig ist. Der mit dem Volksschulgesetz vorgegebene Bildungsauftrag wird erfüllt. Erfreulich ist, dass die Ergebnisse keine signifikanten Unterschiede zwischen den Geschlechtern zeigen. Die Resultate machen aber deutlich, dass wie gesamtschweizerisch ein direkter Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und dem Erreichen der Bildungsziele besteht.

Hören und Lesen in der Schulsprache
Mit 93 % erreicht ein sehr hoher Anteil der getesteten Lernenden von Appenzell Ausserrhoden die nationalen Bildungsziele beim "Hören in der Schulsprache". Der Wert liegt 6 Prozentpunkte über dem gesamtschweizerischen Ergebnis. Die Ergebnisse bei "Lesen in der Schulsprache" liegen mit 75 % (Gesamtergebnis Schweiz: 79 %) leicht unter dem nationalen Durchschnitt, weisen jedoch eine gewisse Streuung auf. Das Departement Bildung und Kultur legt Wert darauf, dass die Lesefähigkeiten auch in frühen Jahren ausgebaut werden können. Entsprechend sind die Resultate Anlass, um mögliche Hilfestellungen zu erarbeiten.

Mathematik
Der Erreichungsgrad in Mathematik ist gesamtschweizerisch sowie für Appenzell Ausserrhoden moderat tief. Mit 73 % (Gesamtergebnis Schweiz: 76 %) erreichen rund drei Viertel der getesteten Lernenden von Appenzell Ausserrhoden die nationalen Bildungsziele. Das Departement Bildung und Kultur nimmt die Ergebnisse zum Anlass, die Resultate für Mathematik genauer zu analysieren und mögliche Massnahmen zu erarbeiten.

Gesamtbeurteilung
Die Ergebnisse der ÜGK liefern wichtige Hinweise für die laufende Entwicklung der Volksschulbildung in Appenzell Ausserrhoden. Aussagen zu allfälligen Massnahmen werden zu einem späteren Zeitpunkt gemacht. Dafür ist eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Ergebnissen notwendig.

Hintergrund der ÜGK
Die Kantone sind gemäss Bundesverfassung zur Harmonisierung der Eckwerte des Schulwesens in der obligatorischen Schule verpflichtet. Sie haben 2011 für die vier Fachbereiche Schulsprache, zweite Landessprache und Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften nationale Bildungsziele festgelegt. Die rechtliche Umsetzung des Harmonisierungsauftrags erfolgte auf der interkantonalen Ebene durch das HarmoS-Konkordat (2007).

Die nationalen Bildungsziele der EDK beschreiben, über welche Grundkompetenzen die Schülerinnen und Schüler zu bestimmten Zeitpunkten ihrer Schullaufbahn (das heisst bis zum Ende des 4., 8. und 11. Schuljahres nach HarmoS-Zählung) in den vier Fachbereichen verfügen sollen. Diese Grundkompetenzen sind als Zielvorgaben in die harmonisierten sprachregionalen Lehrpläne und die angepassten Lehrmittel eingeflossen.

Die Überprüfung des Erreichens der Grundkompetenzen (ÜGK) ist eine national durchgeführte Bildungsvergleichsstudie in der obligatorischen Schule mit schweizerischen Messinstrumenten. Sie überprüft den Stand der Harmonisierung der Bildungsziele der Schulstufen gemäss Bundesverfassung. Gleichzeitig evaluiert sie, welcher Anteil der Schülerinnen und Schüler die 2011 von der EDK definierten nationalen Bildungsziele ("Grundkompetenzen") erreichen.


Medienkontakt:
Departement Bildung und Kultur
Obstmarkt 3
9102 Herisau
T: +41 71 353 61 11
bildung.kultur@ar.ch

Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.


Über Kantonale Verwaltung Appenzell Ausserrhoden:
Der 821 urkundlich ersterwähnte Ort im Appenzellerland ist der Schwänberg bei Herisau. Vor rund 600 Jahren entstand das Land Appenzell und 1597 durch die Landteilung der Kanton Appenzell Ausserrhoden. Im protestantischen Ausserrhoden blühte früh die Heimindustrie auf, die im schweizerischen Vergleich eine ausserordentliche Bevölkerungsdichte zuliess. Die 1918 einsetzende Stickereikrise versetzte den Textilkanton in wirtschaftliche, politische und kulturelle Agonie.

Die ab 1945 einsetzende Diversifikation ging einher mit einem markanten Wachstum des Pendlerverkehrs und liess anderseits dank vermehrter Zuwanderung in vielen Gemeinden neue Wohnquartiere entstehen. Ab 1960 übernahm der Kanton nach und nach öffentliche Aufgaben, die zuvor auf Gemeindeebene gelöst worden waren. Getragen von einer positiven Aufbruchstimmung gab sich der Kanton 1995 eine moderne Verfassung.

Träumen Sie von spiegelblanken Seen und schwindelerregenden Felsen, von schmucken Dörfern und freundlichen Menschen? "Sönd herzlich willkomm" im Appenzellerland. Das Wander-Eldorado Appenzellerland beginnt in der sanften Hügellandschaft beim Bodensee und führt über grüne Wiesen bis zum voralpigen Säntisgebirge. Auch Wellness und Gesundheit sind bei uns keine Modewörter.

Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


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