Gelbbeinige Asiatische Hornisse auch in Obwalden und Nidwalden

 



28.05.2026, Die Gelbbeinige Asiatische Hornisse breitet sich rasant aus in der Schweiz. Im Jahr 2025 wurden auch in Obwalden und Nidwalden erste Nester gefunden. Die gebietsfremde und invasive Art gefährdet einheimische Bestäuberinsekten. Indem im Frühsommer Primärnester bekämpft werden, kann die Verbreitung der Gelbbeinigen Asiatischen Hornisse verlangsamt werden.

Die Gelbbeinige Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) stammt ursprünglich aus China und wurde erstmals im Jahr 2017 in der Schweiz entdeckt. Seither breitet sie sich sehr schnell aus und wurde im Jahr 2025 erstmals auch in den Kantonen Obwalden und Nidwalden beobachtet. Die Gelbbeinige Asiatische Hornisse ist etwas kleiner als die einheimische Europäische Hornisse und hat einen dunklen Körper mit feinen gelben Streifen am Hinterleib. Gut erkennbar sind ihre gelben Beinenden.

Verlangsamung der Ausbreitung als Ziel
Die Gelbbeinige Asiatische Hornisse gilt in gewissen Gebieten der Schweiz bereits als etabliert. Ihre Besiedlung in der Region kann bestenfalls verlangsamt werden. Als wirksamste Methode gilt aktuell die Bekämpfung von Primärnestern, welche die Hornissen-Königinnen im Frühjahr bauen. Diese kleinen Nester befinden sich häufig in Siedlungsnähe an Dachvorsprüngen und Unterständen, in Schuppen, Nistkästen, Sträuchern, Hecken oder auch im Boden.

Im Sommer ziehen die Hornissen-Königinnen mit ihrem Volk in ein Sekundärnest, das sich in der Regel in beachtlicher Höhe befindet und sehr viel grösser ist. Die Bekämpfung ist äusserst anspruchsvoll und kostspielig. In einem einzigen Sekundärnest können mehrere Hundert Königinnen schlüpfen, die im Folgejahr selbst wieder ein Hornissen-Volk bilden können.

Beobachtungen melden
Die Bevölkerung kann einen wichtigen Beitrag zur Verlangsamung der Ausbreitung in Obwalden und Nidwalden leisten. Beobachtungen von Einzeltieren oder von Nestern können mit Foto auf der offiziellen Meldeplattform www.asiatischehornisse.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. gemeldet werden. Fachpersonen verifizieren die Beobachtungen und melden diese der kantonalen Fachstelle.

Gefundene Nester sollen nicht eigenhändig entfernt werden, weil die Gelbbeinige Asiatische Hornisse mit sehr aggressivem Verhalten auf Störungen in Nestnähe reagiert. Fallen erweisen sich als nicht selektiv und würden den Tod von vielen einheimischen und nützlichen Insekten zur Folge haben.

Gefahr für Bestäuberinsekten
Die Gelbbeinige Asiatische Hornisse macht Jagd auf verschiedene Bestäuberinsekten. Bienenstände sind ein beliebtes Ziel des Räubers, was sich negativ auf die Imkerei auswirkt. Es ist jedoch bekannt, dass gesunde Bienenvölker resistenter gegen die Asiatische Hornisse sind. Zudem stehen reife Früchte auf dem Ernährungsplan, weshalb auch im Obst- und Weinanbau Schäden entstehen können.

Für Menschen geht von der Gelbbeinigen Asiatischen Hornisse grundsätzlich keine grössere Gefahr aus als von einheimischen Wespen- und Bienenarten. Ein Stich des Insekts kann aber sehr schmerzhaft sein und bei Personen, die allergisch sind, teilweise starke Reaktionen auslösen.

Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.


Über Kantonale Verwaltung Obwalden:
Obwalden wurde vorerst von Kelten und Römern besiedelt, bis sich ab 700 nach Christus Alemannen zwischen Brünig und Vierwaldstättersee niederliessen. 1291 beteiligte sich Obwalden zusammen mit Nidwalden an einem Landfriedensbündnis mit den Nachbarorten Uri und Schwyz (Gründung der Eidgenossenschaft). Im 14. Jahrhundert begründete Obwalden eine eigene Landesherrschaft. 1403 beteiligte sich Obwalden auf der Suche nach Absatzmärkten für Vieh und Käse an der 'ennetbirgischen Politik' Uris und half an der Eroberung der Leventina mit.

Rund hundert Jahre später wurde der Solddienst für fremde Kriegsherren wirtschaftlich bedeutend. Auf diese Weise wohlhabend gewordene ehemalige Söldner bestimmten als Inhaber der höheren Ämter während Jahrhunderten die politischen Geschicke des Landes. Mit der Helvetik (1798 - 1803) verlor Obwalden zwar vorübergehend seine Eigenständigkeit, die Bevölkerung erlangte aber erstmals politische Grundrechte. 1815 schlossen sich Kloster und Talgemeinde Engelberg Obwalden an. 1832 schlossen sich in Sarnen die konservativen Orte zum 'Sarnerbund' zusammen.

Mit dem 1857 begonnenen Bau der Brünigstrasse und der Eröffnung der Brünigbahn (1888) sowie der Pilatusbahn (1889) wird Obwalden eine touristische Destination. Engelberg war schon im 18. Jahrhundert ein Reiseziel. Im frühen 20. Jahrhundert betrieb Obwalden eine fortschrittliche Energiewirtschaft. Verfassungskämpfe im Innern bestimmten die Politik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nach 1950 erfolgte die Ansiedlung von neuen, inzwischen weltweit exportierenden Industrien.

Umgeben von einer faszinierenden Bergwelt und dem wunderschönen Sarnersee ist Sarnen ein ideales Ferienziel. Entdecken Sie die abwechslungsreiche Landschaft bei einer gemütlichen Schifffahrt, einer atemberaubenden Biketour oder einer vielseitigen Wanderung. Durch die einzigartige Lage sind nicht nur Sarnen sondern auch sämtliche Ausflugsziele der Zentralschweiz in kurzer Zeit erreichbar. Langweilen werden Sie sich in Sarnen gewiss nicht!

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Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


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