Schutzwaldprojekt in Wassen gestartet: Erste von 8'000 Bäumen gemeinsam gepflanzt |
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28.05.2026, Mit prominenter Unterstützung ist heute im Neiselenwald in Wassen der Startschuss für ein gross angelegtes Schutzwaldprojekt gefallen. Gemeinsam mit Regierungsrätin Céline Huber und den Skisportlern Michelle Gisin und Luca De Aliprandini wurden die ersten Bäume von insgesamt rund 8’000 geplanten Pflanzungen gesetzt. Ziel des Projekts ist die langfristige Verjüngung und Stabilisierung des Urner Schutzwalds im Hinblick auf den Klimawandel.
Der Schutzwald oberhalb von Wassen schützt Siedlungen und Verkehrswege vor Naturgefahren wie Lawinen, Steinschlag und Murgängen. Der Klimawandel stellt den Urner Wald zunehmend vor grosse Herausforderungen: Trockenheit, Stürme, Waldbrände und Schädlingsbefall gefährden seine Stabilität. Mit der Pflanzung klimafitter Baumarten soll diese Schutzfunktion langfristig gesichert werden. Deshalb setzt das neue Schutzwaldprojekt in dessen Rahmen insgesamt 8'000 Bäume gepflanzt werden auf widerstandsfähige Baumarten. Das Projekt im Neiselenwald ist Teil langfristiger Massnahmen zur Sicherung und Erhaltung des Urner Schutzwalds. In den kommenden Jahren werden weitere Pflanzungen und Pflegemassnahmen umgesetzt. So kann der Urner Wald auch künftig seine Schutz- und Klimafunktionen erfüllen.
Politiker und Sportler pflanzen gemeinsam Bäume
Am 28. Mai war es so weit. Ausgerüstet mit Schaufeln und Pickeln pflanzten Vertreter der Urner Politik und des Forstdiensts zusammen mit den Skistars Michelle Gisin und Luca De Aliprandini sowie Vertretern der Helvetia Versicherungen und der Stiftung IDEA helvetia die ersten Bäume im Neiselenwald. Michelle Gisin zeigte sich beeindruckt vom gemeinsamen Engagement: «Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen sich für den Erhalt unserer Natur einsetzen. Schutzwälder schützen nicht nur unsere Landschaft, sondern auch die Menschen, die hier leben und durchfahren.»
Entwickelt wurde das Schutzwald-Pflanzungsprojekt im Rahmen der Strategie «Holzkreislauf Uri», die der Kanton Uri zusammen mit der Korporation Uri und gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Gesellschaft, Wald- und Holzwirtschaft, Politik, Verwaltung und Bildung umsetzt.
«Mit dem Holzkreislauf Uri stärken wir die Stabilität und Klimawirkung des Waldes, fördern die regionale Wertschöpfung und sensibilisieren die Bevölkerung für den Wert unseres Waldes und der natürlichen Ressource Holz», betonte die Urner Sicherheitsdirektorin Céline Huber.
Die Realisierung des Pflanzungsprojekts erfolgt unter fachlicher Leitung des Amts für Forst und Jagd und in Zusammenarbeit mit den Forstbetrieben der Korporationsbürgergemeinden. Aufgrund der anspruchsvollen Bewirtschaftungsbedingungen im Urner Berggebiet sind die finanziellen Mittel der Forstbetriebe zur Anpassung des Schutzwalds an den Klimawandel begrenzt. Deshalb leisten unterstützende Organisationen und Unternehmen wie die Helvetia Versicherung und die Stiftung IDEA helvetia mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag für einen gesunden und stabilen Urner Wald für kommende Generationen. Helvetia engagiert sich seit 2011 zusammen mit der Stiftung IDEA helvetia für Schutzwälder in der ganzen Schweiz mit dem Ziel, Schäden zu verhindern, bevor sie entstehen und damit einen Beitrag zur Sicherheit und Lebensqualität in den betroffenen Regionen zu leisten.
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