Beiträge aus dem Kulturfonds - Kanton Glarus |
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18.06.2026, Der Regierungsrat vergibt Beiträge aus dem Kulturfonds an kulturelle Projekte und Veranstaltungen.
Glarner Kammerorchester: Konzert mit jungen Glarner Musiktalenten und Jubiläumskonzert
Am 13. Juni 2026 veranstaltet das Glarner Kammerorchester ein Konzert, bei dem junge Solistinnen und Solisten der Glarner Musikschule gemeinsam mit erfahrenen Orchestermusikern des Glarner Kammerorchesters auftreten. Ziel ist es, talentierten Jugendlichen eine professionelle Bühne zu bieten, ihre musikalische Entwicklung zu fördern und gleichzeitig das Publikum für die kulturelle Vielfalt und Qualität im Glarnerland zu begeistern. Im November ist zudem ein Jubiläumskonzert aus Anlass des 50- Jahr-Jubiläums des Orchesters mit Werken von Franz Schubert und Ludwig van Beethoven geplant. Der Regierungsrat spricht einen Beitrag von 10'000 Franken sowie einen Defizitbeitrag von 10'000 Franken.
Buchprojekt «Die grossen Glarner Handelshäuser des 18. und frühen 19. Jahrhunderts»
Die Publikation soll erstmals systematisch die internationalen Handelsnetzwerke der Glarner Handelshäuser des 18. und frühen 19. Jahrhunderts erschliessen. Damit kann eine bisherige Forschungslücke geschlossen und werden. Es wird aufgezeigt, dass die Industrialisierung im Kanton Glarus auf einem bestehenden und global vernetzten Handelswesen beruhte. Der Glarner Historiker Mathias Jenny hat über mehrere Jahre hinweg umfangreiche Quellen erschlossen und ausgewertet. Das Buch «Die grossen Glarner Handelshäuser des 18. und frühen 19. Jahrhunderts» macht diese Forschungsarbeit erstmals in einer wissenschaftlich fundierten und zugleich gut zugänglichen Form für eine breitere Öffentlichkeit verfügbar. Der Regierungsrat spricht einen Beitrag von 7500 Franken.
Verein Remise: Glarner Baukultur im Freulerpalast
Das Projekt «Denk Mal Glarus – ein Plädoyer für das Glarner Bauerbe» macht die baukulturelle Identität des Glarnerlandes sichtbar. Anhand konkreter Fallbeispiele wird der gesellschaftliche und ökologische Wert der Denkmalpflege sowie das Engagement privater und öffentlicher Akteure verdeutlicht. Der Erhalt und die Pflege des Gebäudebestandes sind zentrale Pfeiler einer nachhaltigen Baukultur. Die Ausstellung wird von Reto Fuchs und Andreas Ruby vom Verein Remise kuratiert. Die Ausstellung analysiert die Bemühungen von Fachstellen, Privaten und Vereinen im Kanton Glarus, wertvolle Bestandsbauten zu identifizieren, zu schützen und lebendig zu halten. Das Projekt wird mit einem Beitrag von 20'000 Franken unterstützt.
Verein Braunvieh: Herbstviehschau
Am 10. Oktober 2026 führt der Verein Braunvieh Glarus die jährliche Herbstviehschau auf dem Zaunplatz in Glarus durch. Für die Besucher wird ein Festzelt mit Abendunterhaltung aufgestellt. Es wird eine Defizitgarantie von 10'000 Franken gewährt.
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
Über Kantonale Verwaltung Glarus:
Reste römischer Bauten finden sich am Walensee und auf Kerenzen. Zu Beginn unserer Zeitrechnung gehört das Glarnerland zur Provinz Rätien.
Die erste Talkirche wird im 6. Jahrhundert in Glarus gebaut. Um 700 wandern die Alemannen ein, deren Sprache sich aber erst im 11. Jahrhundert allgemein durchsetzt. Zu dieser Zeit untersteht das Glarnerland dem Kloster Säckingen.
Im 13. Jahrhundert kommt es unter habsburgische Vormacht, die die Glarner abzuschütteln versuchen. Sie verfügten nämlich über eine gewisse Eigenständigkeit, urkundet doch 1282 «die Gemeinschaft der Männer des ganzen Tales Glarus». 1351 lassen sie sich von Zürchern und Innerschweizern erobern. Nachdem sie 1352 einen ersten Rückeroberungsversuch Habsburgs zurückgeschlagen haben, schliessen sie den Bund mit den Eidgenossen und errichten unterhalb Näfels eine Letzimauer, von der Überreste heute noch festzustellen sind. Nach der Schlacht bei Sempach erobern sie das Städtchen Weesen, das durch eine verräterische Mordnacht im Februar 1388 wieder verloren geht.
An der ersten ausführlich dokumentierten Landsgemeinde geben sie sich 1387 eigene Satzungen und legen damit den Grundstein zur heutigen demokratischen Verfassung.
Am 9. April 1388 schlagen sie in der Schlacht bei Näfels ein mehrfach überlegenes habsburgisches Heer und befreien sich mit diesem Sieg von der habsburgischen Herrschaft. - Seither erinnert die am ersten Donnerstag im April begangene Näfelser Fahrt an dieses Ereignis.
1395 kaufen sie sich von Säckingen los, zahlen dem Frauenkloster aber noch bis zum Umsturz Ende des 18. Jahrhunderts einen «ewigen» Jahreszins.
Schon vor 1530 ist die Mehrheit der Glarner und Glarnerinnen reformiert. Zwingli hatte während zehn Jahren in Glarus als Pfarrer gewirkt und seine Reformationsschrift 1523 «Ammann, Rat und Gmeind des Lands Glaris» gewidmet. Nur Näfels und Oberurnen bleiben beim alten Glauben und einige wenige andere Gemeinden werden paritätisch. Erste Grundsätze von Religionsfreiheit vermögen jedoch die Spannungen zwischen den Konfessionen nicht zu verhindern. Immerhin überdauert das Simultanverhältnis an der Kirche von Glarus: bis zur Weihe der katholischen St. Fridolins Kirche 1964 nutzen beide Konfessionen die gleiche Kirche; daran vermag selbst der verheerende Brand von Glarus (1861) nichts zu ändern. Die Staatsgewalt jedoch teilt sich. Es gibt drei Landsgemeinden: je eine der Angehörigen der beiden Glaubensgruppen und die gemeinsame. Auch die Gerichte, das Militär- und Postwesen und der Salzhandel trennen sich. Es gelten gar, weil die Reformierten den Gregorianischen Kalender ablehnen, während eines Jahrhunderts zwei Kalender. 1836 hebt die neue Kantonsverfassung diese konfessionelle Landesteilung auf.
1799 wird das Glarnerland zum Kriegsschauplatz fremder Heere. Die Franzosen zwingen die über den Pragelpass und das Klöntal vorgestossenen Russen unter General Suworow zum verlustreichen Rückzug über den verschneiten Panixerpass. - Aus dem ausgehungerten Land ziehen 1200 Kinder in andere Kantone, wo sie Ernährung und Hilfe finden müssen.
Seit alters her an das Mitbestimmen an der Landsgemeinde gewohnt, prägt die Glarner Arbeiterschaft zusammen mit sozial gesinnten Ärzten und Pfarrern die Sozialgesetzgebung im 19. und 20. Jahrhundert. So wird z. B. 1856 die Fabrikarbeit für unter 12-jährige verboten und 1864 das erste demokratisch durchgesetzte Fabrikgesetz erlassen. Es reduziert die tägliche Arbeitszeit auf zwölf Stunden (1872 auf elf Stunden), verbietet Nacht- und Kinderarbeit, schreibt Arbeitssicherheits- und Hygienemassnahmen vor und bringt einen bescheidenen Wöchnerinnenschutz.
1916 stimmt die Landsgemeinde der Schaffung einer kantonalen Alters- und Invalidenversicherung zu. Diese erste obligatorische Sozialversicherung findet mit der AHV erst 1948 eine Entsprechung auf Bundesebene. Ebenfalls ist es die Glarner Landsgemeinde, die 1925, als erstes seiner Art, das Gesetz über die Arbeitslosenversicherung erlässt. Der Fabrikarbeiterverein Schwanden gründet 1864 den ersten Konsumverein der Schweiz.
Zwischen dem Walensee und dem Zürichsee geht es hinein in das tief eingeschnittene Tal des Glarnerlands. Bis zu 1.750 Metern wachsen die Berge hier aus dem Boden. Mit 3.614 Metern ist der Tödi der höchste Berg der Ostschweiz. Das Glarnerland, als Kanton einer der ältesten Kantone der Schweiz, ist eine Ferienregion der Vielfalt. Erstklassige Angebote für Familien gehen einher mit hochalpinen Wander- und Tourenmöglichkeiten, Skispass in zwei attraktiven Wintersportgebieten und jeder Menge Kultur.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
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