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Einführung eines Berufsbildungsfonds Schaffhausen – Startschuss für Vernehmlassung

 



26.06.2026, Der Regierungsrat hat den Entwurf der Vorlage zur Einführung eines Berufsbildungsfonds Schaffhausen zur Vernehmlassung freigegeben.

Am 25. September 2023 wurde im Kantonsrat ein Postulat eingereicht mit dem Titel «Unterstützung von Unternehmungen, welche Berufslehren anbieten». Darin gefordert wird im Kern die Unterstützung von ausbildenden Betrieben respektive von Lehrbetrieben. Die Unterstützung der Betriebe könne sich dabei sowohl auf fiskalische Anreize, finanzielle Unterstützungen oder gegebenenfalls weitere Massnahmen beziehen. Der Kantonsrat hat dieses Postulat an seiner Sitzung vom 3. März 2025 mit 56 : 1 Stimmen (1 Enthaltung) für erheblich erklärt. Das Prüfen eines solchen Fonds ist zudem Teil der Legislatur-Ziele der Regierung sowie eine strategische Massnahme aus der «Strategie Berufsbildung Schaffhausen». Diese greift auch ein Anliegen aus dem RSE-Projekt «Handlungsanalyse Fachkräftemangel»0F[1] auf, der Regionalen Standortentwicklung aus dem Jahr 2022. Kern dieses RSE-Projekts bildeten drei Massnahmen, eine davon lautete «Berufsbildungsfonds».

Die Dienststelle Berufsbildung und Berufsberatung des Erziehungsdepartements hat ein Konzept für einen Berufsbildungsfonds erarbeitet, unter Einbezug von Vertretungen der Industrievereinigung Schaffhausen IVS, des Kantonalen Gewerbeverbands KGV und weiteren Akteuren, die unter anderem hinter dem erwähnten RSE-Projekt stehen. Ferner wurden Berufsbildungsfonds aus anderen Kantonen geprüft und in die Analyse einbezogen.

Als wirksame Lösung schlägt der Regierungsrat die Einführung eines kantonalen Berufsbildungsfonds vor. Ein solcher branchenübergreifender Berufsbildungsfonds soll durch einen Beitrag aller Betriebe in Höhe von 1.6 Promille der AHV-pflichtigen Lohnsumme finanziert werden und jährliche Einnahmen von rund 5.6 Millionen Franken generieren. Aus dem Berufsbildungsfonds würden insbesondere die Kosten für überbetriebliche Kurse rückerstattet, die Raum- und Materialkosten der Qualifikationsverfahren übernommen sowie Berufsbildner-Kurse finanziell unterstützt. Ergänzend könnten Projekte zur Weiterentwicklung der Berufsbildung gefördert werden. Die Organisation des Fonds wäre schlank ausgestaltet. Die Beitragserhebung würde über die kantonale Ausgleichskasse erfolgen. Nach einer einmaligen Anschubfinanzierung wäre der Fonds für den Kanton kostenneutral.

Insgesamt würde der Berufsbildungsfonds aus Sicht des Regierungsrats einen wesentlichen Beitrag zur finanziellen Entlastung der Lehrbetriebe leisten, die Solidarität zwischen ausbildenden und nicht ausbildenden Unternehmen stärken und zur Sicherung und zum Ausbau des Lehrstellenangebots beitragen.

Dauer der Vernehmlassung
Der Entwurf der Vorlage geht bis zum 30. September 2026 bei den Parteien, Vertretungen aus Wirtschaft und Gewerbe, Branchenverbänden und Betrieben sowie weiteren Akteuren, insbesondere aus der Berufsbildung, in die Vernehmlassung. Diese wird über die «E-Mitwirkung» durchgeführt.

Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.


Über Kantonale Verwaltung Schaffhausen:
Der heutige Kanton Schaffhausen war bis 1798 ein Stadtstaat, seine Aufzeichnungen beginnen 1045. Die Ortschaft Schaffhausen, ein alter Schifferflecken, wurde im 11. Jahrhundert Eigentum des dort von den Herren von Nellenburg gestifteten Klosters Allerheiligen und mit diesem unter den Staufern reichsunmittelbar.

Nachdem sich die Bürgerschaft allmählich von der Herrschaft des Abtes emanzipiert hatte, wurde die Stadt 1330 von Ludwig dem Bayern an Österreich verpfändet, erlangte jedoch 1415 infolge der Ächtung Herzog Friedrichs ihre Reichsunmittelbarkeit wieder. Bedrängt vom österreichischen Adel, schloss Schaffhausen 1454 ein 25jähriges Bündnis mit den Eidgenossen, das am 19. August 1501 in ein ewiges verwandelt wurde.

Über der mittelalterlichen Altstadt Schaffhausens thront die imposante Festung 'Munot'. Die Altstadthäuser sind reich verziert mit Erkern und kostbar bemalten Hausfassaden. Die kleinen Gassen laden ein zum Flanieren, Einkaufen und zum Dasitzen. Im Sommer verwandelt sich die autofreie Innenstadt in einen Pariser Boulevard in Taschenformat.

Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


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